Bewahrung der Schöpfung - Umwelttipp des Monats Mai 2009
Mit dem Rad zum Schwimmbad
Der Eisvogel wohnt an Bächen oder Flüssen, die nicht zu schnell fließen dürfen und von Bäumen gesäumt sein sollten. Das Wasser muss auf jeden Fall fischreich sein, denn von Fischen ernährt sich der Eisvogel in erster Linie. Aus dem Flug oder von Sitzplätzen aus erspäht er seine Beute, um dann kopfüber ins Wasser zu stoßen. Er kann bis zu einen Meter tief tauchen und sein Opfer in Sekundenschnelle ergreifen. Mit dem Fisch im Schnabel kommt er wieder raus. Man kann sich denken, dass der Eisvogel für seinen spektakulären Fischfang klare Sicht im Wasser braucht.
Auch eine gute Wasserqualität muss gegeben sein. Die Fischlarven brauchen für ihre Entwicklung ein vielgestaltiges Bachbett und abwechslungsreiche Uferstrukturen. Außerdem sollte es steilere Uferabschnitte geben. Denn der Eisvogel baut seine Bruthöhlen in Erd- und Sandwänden direkt am Wasser.
Das alles findet man eigentlich nur in naturnahen Bach- und Flussläufen. Und dieser Lebensraum ist gefährdet. Eine Gefahr geht vom Straßenbau aus. Denn für Straßen werden fließende Gewässer kanalisiert oder begradigt. Fahrradwege dagegen lassen sich recht schonend und unauffällig an Bachauen entlang führen. Die Fortbewegung ist leise. So haben Radfahrerinnen und Radfahrer die Chance, den schönen Vogel zu erblicken.
Übrigens der Name Eisvogel hat nichts mit Eis zu tun. Denn im Winter sucht der Vogel gerade die eisfreien Bachabschnitte zur Fischjagd auf. Die Namensgebung lässt sich auf das germanische Wort „isan“ oder „eisan“ zurückführen. Und das heißt übersetzt „glänzen“. Also heißt der Eisvogel eigentlich „Glanzvogel“.
Aber trotzdem kann man ja auch den Ausflug zur Eisdiele mit dem Fahrrad oder zu Fuß unternehmen.
06.05.2009
