Krieg in der Ukraine

Hilfen und Informationen aus der Lippischen Landeskirche

Foto: Tina Hartung / Unsplash

Der brutale Angriffskrieg der russischen Armee gegen die Ukraine befindet sich im zweiten Monat. Die Schreckensbilder aus der Ukraine reißen nicht ab. Und immer mehr Menschen fliehen. Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist auf der Flucht. Die meisten befinden sich noch innerhalb des Landes, viele sind aber auch in die Nachbarländer und weiter nach Westen gegangen. Hier informieren wir über entsprechende Hilfen und Aktivitäten im Bereich der Lippischen Landeskirche.

Spenden für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit der Partnerkirchen

In Mittelosteuropa hat die Lippische Landeskirche Partnerkirchen in Rumänien, Ungarn, Polen und Litauen. Alle sind sie aktiv in der Hilfe für Flüchtende aus der Ukraine. Mit unserer Spendenaktion unterstützen wir sie direkt und unkompliziert.

Spendenkonto bei der Sparkasse Paderborn-Detmold:
DE97 4765 0130 0000 0484 47 – Stichwort „Ukraine“

Es sind bisher (Stand 8. April) 47.600  Euro eingegangen, 40.500 Euro davon sind bereits an die Partnerkirchen vor Ort weitergeleitet worden. Auch eine zusätzliche erste Hilfe aus Haushaltsmittel ist zu Beginn schnell - in diesem Fall nach Polen - überwiesen worden.
Hier finden Sie weitere Informationen dazu, was die Partnerkirchen für die Geflüchteten aus der Ukraine tun.

Weitere Spendenmöglichkeit: Diakonie Katastrophenhilfe

Eine weitere Möglichkeit, mit Spenden zu helfen, bietet die Diakonie Katastrophenhilfe. Sie arbeitet ebenfalls zusammen mit oft evangelischen Partnern vor Ort in den Nachbarländern der Ukraine und in der Ukraine selbst. Ein kleinerer Teil der Mittel wird aber auch die Arbeit mit ukrainischen Geflüchteten in Deutschland unterstützen. Hier finden Sie Informationen und die Spendenmöglichkeiten.

Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine in Lippe

Immer mehr Menschen aus der Ukraine kommen auch in Lippe an. Die genaue Zahl ist (Ende März) noch unbekannt, weil längst noch nicht alle registriert sind. Schätzungen gehen von bis zu 5.000 Personen aus.

Die Kirchengemeinden der Lippischen Landeskirche sind hier sehr aktiv. Zum Beispiel richtete die ev.-ref. Kirchengemeinde Kachtenhausen noch in der ersten Woche ihr leerstehendes Pfarrhaus in einer Blitzaktion für 15 Personen her und meldete auch weitere Unterbringungsmöglichkeiten an die Stadt Lage. Viele andere Gemeinden bieten Raum in Wohnungen, leerstehenden Pfarrhäuser oder Platz für Notunterkünfte in Gemeindehäusern an.

Diakonische Einrichtungen in der Lippischen Landeskirche sind ebenfalls aktiv geworden. So betreut die Stiftung Eben-Ezer jetzt ukrainische Familien mit Kindern mit Behinderung und stellt weitere Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Etwa 700 Menschen sind in einer ersten Aktion durch das "Aktionsbündnis Frieden" von Freikirchen und Einrichtungen russlanddeutscher Tradition in Lippe privat untergebracht worden.

Viele Lipperinnen und Lipper haben privat Wohnraum an die Kommunen oder über Internetplattformen gemeldet und auch Menschen aufgenommen. Die Kommunen setzen allerdings inzwischen ausschließlich auf abgeschlossenen Wohnraum, der für längere Zeit zur Verfügung gestellt werden kann. Ansprechpartner sind die örtlichen Sozialämter, oft gibt es eine Hotline unter der Mailadresse "ukraine@Domainname_der_Kommune".

Beratung und einzelne Hilfen

  • Aufenthalts- und sozialrechtliche Beratung
    Seit kurz nach Kriegsbeginn unterstützt die Lippische Landeskirche ein Beratungsangebot der Flüchtlingshilfe Lippe e.V. finanziell und logistisch. Die Flüchtlingshilfe Lippe bietet eine Ukraine-Hotline per Telefon und Email, gesonderte Informationsveranstaltungen, individuelle Beratung und einen fast täglich erscheinenden Newsletter für Geflüchtete aus der Ukraine und ihre Unterstützenden an. Nähere Informationen und den Zugang zum Newsletter finden Sie hier.
  • Unterstützung für Gehörlose
    Die Gehörlosenberatung im Referat Diakonie und Ökumene der Lippischen Landeskirche ist in Kontakt mit gehörlosen Geflüchteten aus der Ukraine getreten und bereitet hier Unterstützungsangebote vor.
  • Junge Geflüchtete
    Der Jugendmigationsdienst der Landeskirche bietet Beratung und Begleitung für Jugendliche im Alter von 12 bis 27 Jahren an, etwa für Schul- und Ausbildungsfragen.
  • Einzelfallhilfen
    In finanziellen Notsituationen - z.B. wenn öffentliche Leistungen noch nicht fließen - können sich Geflüchtete aus der Ukraine an die diakonische Beratung des Referats Diakonie Ökumene wenden.
  • Psychologische Beratung
    Das Evangelische Beratungszentrum der Lippischen Landeskirche bereitet sich derzeit auf Angebote der Traumaberatung für Geflüchtete aus der Ukraine vor.

Begegnung und Gottesdienst

Einige Gemeinden haben bereits mit Angeboten von Begegnungscafés oder Ähnlichem begonnen bzw. sind gerade in entsprechenden Planungen. Hier wird in Zukunft wahrscheinlich einiges mehr zu berichten sein.
In Detmold wird für das orthodoxe Osterfest am 24.April (eine Woche nach dem westlichen Ostertermin) eine Osternachtsfeier in orthodoxer Tradition geplant (in der Nacht vom 23. auf den 24.4.). Nähere Informationen folgen später.

Friedensgebete

Mit Beginn des Krieges gegen die Ukraine werden wieder Friedensgebete in vielen Kirchen gehalten – als Orte, Ängste auszusprechen und Gemeinschaft zu erfahren. Die aktuellen Termine von Friedensgebeten in den Gemeinden der Lippischen Landeskirche finden sich - soweit bekannt - auf dieser Internetseite unter www.lippische-landeskirche.de/termine

Hier können Sie spenden

Mit der digitalen Klingelbeutel-App können Sie für folgende Organisationen bzw. Hilfsaktionen schnell und unbürokratisch spenden: Brot für die Welt - Diakonie Katastrophenhilfe - Ukraine-Hilfe der Lippischen Landeskirche für die Partnerkirchen in Mittel-Ost-Europa. Bitte wählen Sie den von Ihnen gewünschten Spendenzweck über die Pfeile.

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Informationen zum Coronavirus

Kirchengemeinden und Landeskirchenamt

Derzeit gibt es keine Empfehlungen seitens des Landeskirchenamtes an die Kirchengemeinden zum Umgang mit dem Coronavirus. Wir stehen aber für Fragen gerne zur Verfügung. Das Landeskirchenamt ist für Besucher geöffnet. Das Tragen einer Maske ist freigestellt - wir bitten um rücksichtsvolles Verhalten.
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