Das Stuttgarter Schuldbekenntnis und Pastor Wilhelm Niesel

Vortrag von Landessuperintendent Dietmar Arends in der ev.-ref. Kirche in Reelkirchen am 11. Oktober

Kreis Lippe/Blomberg-Reelkirchen. Zu einem Vortragsabend mit Landessuperintendent Dietmar Arends lädt die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Reelkirchen am Sonntag, 11. Oktober, um 18 Uhr alle Interessierten herzlich in die Kirche (Mittelstr. 35) ein. Dietmar Arends wird unter dem Titel „...damit wirklich Neues werden kann“ über 75 Jahre Stuttgarter Schuldbekenntnis und Wilhelm Niesel, Pastor in Reelkirchen, sprechen. Pastor Niesel war unter denen, die damals in Stuttgart dabei waren und das Dokument unterzeichneten.

Zum Hintergrund: Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Als Gedenktag erinnert er jährlich an die tiefe Zäsur von 1945, den Neuanfang und die doppelte Befreiung von Krieg und Nationalsozialismus. Sechs Jahre Krieg und mehr als 60 Millionen Tote.

Doch mit diesem Datum setzte die sogenannte „Aufarbeitung“ der Schuld und des Unrechtes erst langsam ein. Pfarrerin Bettina Hanke-Postma: „Das lag sicherlich auch daran, dass viele Menschen im Jahr 1945 schlicht um ihr Überleben kämpften und auch noch viele Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft nach dem 8. Mai zu beklagen waren. Wie ist die evangelische Kirche mit dieser Situation umgegangen? Wie war es in Lippe? Mit dem Stuttgarter Schuldbekenntnis bekannte die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erstmals eine Mitschuld evangelischer Christen an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Wir freuen uns, dass Landessuperintendent Dietmar Arends uns einen Vortrag zum Thema halten wird.“ Der Vortrag beginnt um 18 Uhr unter Hygiene- und Abstandsregeln – bitte bringen Sie für Ein- und Ausgang einen Mund-Nasen-Schutz mit.

01.10.2020

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