Lemgoer Sommerkonzerte
Musikalische Vielfalt in den Ferien in zwei Innenstadtkirchen
Vom 11. Juli bis 29. August erwartet die Besucher an acht Samstagen jeweils um 18 Uhr ein ebenso abwechslungsreiches wie hochkarätig besetztes Programm in den Kirchen St. Marien und St. Nicolai. Der Eintritt ist frei.
Die beiden Kirchenmusiker Volker Jänig und Frank Schreiber setzen auch in diesem Jahr auf eine reizvolle Mischung aus bewährter Orgelmusik und ungewöhnlichen Klangwelten. Neben international gefragten Solistinnen und Solisten stehen Instrumente im Mittelpunkt, die nur selten gemeinsam auf einer Konzertbühne zu erleben sind – von historischen Renaissance-Blockflöten über Glasharfe bis hin zur Kombination von Posaune und Harfe. Gesang, Barockvioline und ein junges Blechbläserquintett ergänzen das Programm. Namhafte Gastmusikerinnen und Gastmusiker kommen dafür nach Lemgo.
Den Auftakt macht am 11. Juli in St. Marien ein außergewöhnliches Konzert mit frühbarocker Musik unter dem Titel „Capella di Flauti“. Sebastian Kausch leitet ein Ensemble aus fünf Renaissance-Blockflöten, die auf die historische Schwalbennestorgel abgestimmt wurden. Gemeinsam mit Organist Volker Jänig erklingen Werke von Schmelzer, Orologio, Buxtehude, Scheidemann, Praetorius, Schütz und weiteren Meistern des 16. und 17. Jahrhunderts.
Am 18. Juli folgt in St. Nicolai das Konzert „eRWARTEN … EXPECTO“ mit Altistin Kerstin Auerbach, Geigerin Greta Grötzschel und Organist Friedrich Sacher. Im Mittelpunkt stehen Lieder von Gustav Mahler und Josef Gabriel Rheinberger, die Instrumentalmusik sowie Lesungen ergänzen.
Zur musikalischen Fantasiereise lädt Volker Jänig am 25. Juli in St. Marien mit seinem Programm „Bach in Italien“ ein. Auf beiden Orgeln der Kirche und dem Cembalo treffen Werke der gleichaltrigen Komponisten Johann Sebastian Bach und Domenico Scarlatti aufeinander, die sich nie begegnet sind. Andere italienische Meister umrahmen das Programm.
Ein besonderes Klangerlebnis erwartet das Publikum am 1. August in St. Nicolai: Glasharfenistin Susanne Würmell lässt mit 43 Kristallgläsern ein schillerndes Klangspektrum entstehen. Unter dem Titel „Natur im Spiegel der Musik“ verbindet sie Werke von Mozart und anderen Komponisten mit der faszinierenden Klangwelt der Glasharfe.
Mit „Klängen aus dem Süden“ gastieren am 8. August in St. Marien zwei renommierte Spezialistinnen für historische Aufführungspraxis: Barockgeigerin Annegret Siedel und Organistin Ute Gremmel-Geuchen widmen sich Werken des italienisch geprägten Barock von Georg Muffat, Girolamo Frescobaldi und Johann Ulrich Steigleder.
Eine ungewöhnliche Besetzung prägt das Konzert am 15. August in St. Nicolai unter dem Titel „Sliding down the strings“. Posaunist Matthias Weiß und Harfenistin Maria-Theresa Freibott vom Symphonischen Orchester des Landestheaters, zeigen mit Musik aus Renaissance, Barock, Romantik und Impressionismus, wie harmonisch sich beide Instrumente ergänzen.
Für sommerliche Leichtigkeit sorgt schließlich am 22. August das junge Blechbläserquintett Brasstett in St. Marien. Die fünf Musiker, die an Musikhochschulen in Deutschland und Österreich studieren, spannen mit ihrer Sommerserenade einen Bogen durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen.
Den Schlusspunkt setzt am 29. August Frank Schreiber in St. Nicolai. Unter dem Titel „Bilder einer Ausstellung“ interpretiert er den berühmten Klavierzyklus Modest Mussorgski in einer eindrucksvollen Orgelfassung. Ergänzt wird das Programm durch Werke von Louis Vierne und Stefan Jänke sowie freie Improvisationen.
06.07.2026
