Gemeinsamer Weg besiegelt: Diakonische Landesverbände im Westen schließen sich zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe zusammen

Essen, Düsseldorf, Münster. Die diakonischen Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben gestern in Essen die endgültige Fusion zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. (RWL) beschlossen. Den gemeinsamen Dachverband gibt es bereits seit 2008. Grundlage der Fusion ist ein Freundschaftsvertrag der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie der Lippischen Landeskirche vom Juli 2015, in dem sie erklären, den kirchlichen Auftrag zur Diakonie gemeinsam wahrnehmen zu wollen.

„Die sozial- und gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zeit erfordern eine Diakonie, die konzentriert und schlagkräftig handelt“, betont der Vorstand der Diakonie RWL, Christian Heine-Göttelmann. Die diakonischen Träger und Einrichtungen benötigten eine starke politische Vertretung. „Wir können nicht erwarten, dass die Politik uns immer mehr Geld für Menschen mit Hilfebedarf gibt“, so der Theologe. „Aber wir erwarten, dass unsere diakonischen Erfahrungen in Beratung und Seelsorge, Therapie und Betreuung ernst genommen werden und konstruktiv einfließen in gemeinsam verantwortete, möglichst zielgenaue Hilfen für Menschen, die unter Ausgrenzung und Benachteiligung leiden.“

Der rheinische Präses Manfred Rekowski begrüßte die endgültige Zusammenführung der diakonischen Landesverbände im Westen. „Wir brauchen eine handlungsfähige Diakonie, die vernehmbar und wirksam Partei ergreift für Benachteiligte und Arme“, sagt der Präses. „Eine solche Diakonie stärkt unser soziales Gemeinwesen, sie lindert Not und erhebt zugleich ihre Stimme gegen Gewalt und Fremdenhass.“ Für Rekowski ist es eindeutiger Bestandteil des Auftrags der Diakonie RWL, auch in den Gebieten der rheinischen Landeskirche tätig zu sein, die nicht in Nordrhein-Westfalen liegen. Hier sind insbesondere die Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz und die Verbindungsstelle Saarland diakonische Aktivposten im südlichen evangelischen Rheinland.

Die westfälische Präses Annette Kurschus betonte, Kirche und Diakonie seien Partner zur Hilfe. „Gerade im nicht nachlassenden Einsatz für Flüchtlinge, den die Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden wie auch die Hauptamtlichen in der diakonischen Beratungsarbeit leisten, zeigt sich, was christliche Nachfolge heute bedeutet.“ Auch Kurschus hält den diakonischen Zusammenschluss für erforderlich, um neuen gesundheits- und sozialpolitischen Herausforderungen wirksam begegnen zu können. Der Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, Dietmar Arends, hebt die Chancen der vertieften Zusammenarbeit hervor: „Mit dem neuen Werk können wir den Satzungsauftrag, ‚Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen‘ nachhaltig erfüllen.“

Mit der Fusion ist eine stärkere politische Vertretung der diakonischen Träger und Einrichtungen in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland angestrebt. Die neue Struktur eines fusionierten Diakonischen Werkes für Rheinland, Westfalen und Lippe ermöglicht ein effizienteres Arbeiten und schafft Synergieeffekte.

Organisatorische Strukturen und administrative Prozesse sollen nun gestrafft und neu gewichtet werden.

Diakonie RWL

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. ist der größte diakonische Landesverband und einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Es erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen, Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen. Die Diakonie RWL repräsentiert 4.900 evangelische Sozialeinrichtungen, in denen 330.000 Mitarbeitende hauptamtlich oder ehrenamtlich tätig sind.

23.06.2016

Alle Nachteile im Süden

Intensive Diskussion zum Thema Wasser im Landeskirchenamt in Detmold

Kreis Lippe/Detmold. Etwa 132 Liter Wasser sind nötig, um eine Tasse Kaffee herzustellen – vom Anbau bis zum Transport. Für ein T-Shirt sind es rund 2.500 Liter. Der Konsum der nördlichen Welt bleibt nicht ohne Auswirkungen. Mit den Aspekten und Zusammenhängen der globalen Wasserkrise beschäftigten sich drei Fachreferenten im Landeskirchenamt in Detmold auf Einladung der Lippischen Landeskirche, des Kreises Lippe und des Eine-Welt-Ladens Alavanyo. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Ute Röder (Kreis Lippe) und Landespfarrer Dieter Bökemeier.

„Lego-Islam“ ersetzt oft religiöse Kenntnisse

Dr. Michael Kiefer sprach über Radikalisierung von muslimischen Jugendlichen

Kreis Lippe/Detmold. Die Radikalisierung von muslimischen Jugendlichen stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Reihe „Religionen im Gespräch“ im Cafe Viva in Detmold. Junge Menschen, die sich radikalislamischen Gruppen anschlössen, seien oft äußerst religionsfern – stattdessen konstruierten sie sich selbst einen „Lego-Islam“, den sie mit Informationen aus islamistischen Internetforen oder Webseiten fütterten , erläuterte der Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer (Osnabrück). Leider werde aber islamistisch begründeter Terror immer wieder als „der Islam“ verallgemeinert, so Pfarrerin Dr. Katharina Kleine Vennekate, die die Veranstaltung moderierte.

Christentum und Islam: Besinnung auf das wirklich Wichtige

Ramadan Mubarak: Gemeinsames Grußwort der Kirchen zum Ramadan 2018

NRW. Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan wenden sich die evangelischen Landeskirchen und die katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen wieder mit einer Grußbotschaft an die Muslime. „Unsere Religionen sagen uns, dass wir alle Teil einer großen Menschheitsfamilie sind, wo immer wir uns auf diesem Planeten befinden“, heißt es in dem Schreiben.

Trauen Sie sich!

Pfarrkonferenz thematisiert die „Demenzsensible Gemeinde“

Kreis Lippe/Bad Salzuflen. Wie können Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen selbstverständlich in das Leben der Kirchengemeinden integriert werden? Etwa 80 Pfarrerinnen und Pfarrer der Lippischen Landeskirche haben sich im Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde Bad Salzuflen mit dem Thema „Demenzsensible Gemeinde“ beschäftigt.


Aktion „5.000 Brote“

Konfirmanden backen Brot für Bildungschancen von Jugendlichen

Kreis Lippe/Bad Salzuflen. „5.000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“: In der Zeit zwischen Erntedank (7. Oktober) und 1. Advent (2. Dezember) ist es wieder soweit: Konfirmandinnen und Konfirmanden in Lippe backen gemeinsam mit lokalen Bäckern Brot, um es anschließend zu verkaufen und das Geld für Projekte der kirchlichen Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ zu spenden.

Wasser für alle!

Brot für die Welt-Konzert mit Groophonik begeisterte

Kreis Lippe/Detmold. Groophonik ist Botschafter-Chor 2018 für Brot für die Welt in OWL. „Wasser für alle!“ heißt die 59. Aktion des evangelischen Hilfswerks, die darauf aufmerksam macht, dass ca. 850 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die Lippische Landeskirche hatte am Sonntag (13. Mai) zur „Wasser-Musik“ mit Groophonik eingeladen. Da viel Wasser von oben kam, fand das Konzert nicht am Schlossgraben, sondern in der Stadthalle statt, was der Stimmung keinen Abbruch tat.

Faire Schultüte

Kampagne zum Schulstart für fair gehandelte Produkte

Auf viele Kinder in Lippe wartet nach den Sommerferien die Einschulung, die traditionell eine bunt gefüllte Schultüte mit sich bringt. Der Kreis Lippe, die Lippische Landeskirche und der Eine-Welt-Laden Alavanyo machen darauf aufmerksam, dass die Schultüten für die „i-Dötzchen“ auch mit Produkten des Fairen Handels gefüllt werden können.


Aktion 5000 Brote

2018 ist wieder ein Aktionsjahr für das Konfi-Projekt „5000 Brote – Konfirmand/innen backen Brot für die Welt“.

Kirchengemeinden sind eingeladen, vorzugsweise in der Zeit von Erntedank bis 1. Advent mit lokalen Bäckereien Brot zu backen, es anschließend zu verkaufen und das Geld für Projekte von Brot für die Welt zu spenden (zum Beispiel durch Verkauf nach Gottesdiensten). Im Konfi-Unterricht kann die Aktion mit verschiedenen Themenschwerpunkten wie z.B. Gerechtigkeit, biblische Geschichten rund um Brot und Nahrungsmittel oder auch Konsumverhalten verknüpft werden.
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