Kein Widerspruch

Studierende befassen sich mit Menschenrechten und Religion

Seminar in Köln: junge Erwachsene befassen sich mit Menschenrechten und Religion

Kreis Lippe. „MenschenRechte und Religionen – ein Widerspruch?!“
Zu diesem Thema hatten die Evangelischen Studierendengemeinden (ESG) Detmold/Lemgo und Bielefeld zu einem Wochenendseminar in Köln eingeladen. 20 zumeist junge Erwachsene aus sieben verschiedenen Ländern, Christen und Muslime, diskutierten gemeinsam und erfuhren viel Neues über Menschenrechte und ihre Verbindungen zum christlichen und muslimischen Glauben. Schon der Einstieg in das Thema war spannend, als die Teilnehmer unter Anleitung von Pfarrer Ulrich Melzer (ESG Bielefeld) aufgefordert wurden, Gewalt zu definieren.

Besondere Aufmerksamkeit konnte die Islamwissenschaftlerin und Theologin Rabeya Müller vom Liberal-Islamischen Bund bei den Teilnehmenden wecken: Die allgemeinen Menschenrechte seien ohne Einschränkung mit dem muslimischen Glauben vereinbar. Eine Einschränkung der Menschenrechte durch die Scharia, wie sie seitens etlicher muslimischer Staaten oder Theologischer Schulen vertreten werde, lehne sie ab. Der Koran enthalte nur einen sehr geringen Prozentsatz rechtlicher Bestimmungen, Scharia genannt. Diese seien im Kontext der damaligen Zeit und als ethischer Leitfaden für die Gläubigen zu verstehen. Im Zentrum des Koran stünden vielmehr überzeitliche Gebote, die die Menschenwürde für jeden Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung erklärten, Sicherheit und Schutz für jeden Menschen sowie die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit forderten.

Dies erfuhr viel Zustimmung bei den Teilnehmern: „Ich habe noch nie eine Frau als Imanin und Theologin erlebt. Das hat mir gut gefallen“, sagte eine muslimische Studentin aus Westafrika. „Das, was sie gesagt hat, ist auch mein Verständnis vom Islam. Leider kann ich es noch nicht auf Deutsch sagen.“ kommentierte ein anderer muslimischer Student.

Dr. Katharina Kleine Vennekate, Hochschulpastorin der Lippischen Landeskirche, referierte über die Geschichte der Menschenrechte und ihre Rezeption in den Kirchen. Menschenrechte hätten hart erkämpft werden müssen und leider seien die Kirchen zunächst nur vereinzelt auf der Seite der Vertreter für Menschenrechte gewesen. Es sei ein Lernprozess gewesen, der besonders nach dem Zweiten Weltkrieg dazu geführt habe, dass sich die Kirchen für Versöhnung, Menschrechte und Gerechtigkeit in Europa und weltweit engagiert hätten.

Die Teilnehmer stellten fest, wie tiefverwurzelt Menschenwürde, Schutz für Fremde und Unterdrückte und das Schaffen von Gerechtigkeit in der biblischen Tradition ist. Das Resümee der Teilnehmer des Seminars lautete: „Menschenrechte und Religion sind kein Widerspruch, sondern sind miteinander verbunden.“

Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

Elf Landeskirchen und drei Bistümer rufen zum Klimafasten auf

Kreis Lippe. Die Aktion „Klimafasten“ startet am Aschermittwoch (6. März) zum sechsten Mal. Unter dem Leitsatz „So viel du brauchst…“ (2. Mose 16) laden in diesem Jahr insgesamt elf evangelische Landeskirchen und drei katholische Bistümer dazu ein, den Klimaschutz in den Mittelpunkt der eigenen Fastenzeit zu stellen. Jeder und jede kann sich daran beteiligen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren und gemeinsam etwas zu verändern.

Auslandseinsätze der Bundeswehr

Öffentliche Konsultation der Lippischen Landeskirche – Anmeldung bis 13. März

Kreis Lippe/Bad Salzuflen. Kosovo, Afghanistan, Mali, Irak – Auslandseinsätze wie diese prägen seit Jahren die Wirklichkeit der Bundeswehr. Und mit Augustdorf liegt ein wichtiger Bundeswehrstandort für solche Einsätze in Lippe. Auf einer zweitägigen öffentlichen Konsultation mit vielen Fachleuten am 22. und 23. März im Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bad Salzuflen (von-Stauffenberg-Str. 3) fragt die Lippische Landeskirche auf diesem Hintergrund: Wie kann sich die Kirche im Rahmen ihrer Friedensverantwortung zu militärischen Auslandseinsätzen positionieren?

Gottesdienste zum Weltgebetstag

Slowenien steht am Freitag, 1. März, im Mittelpunkt

Kreis Lippe. Am Freitag, 1. März, ist Weltgebetstag. Die Gottesdienstordnung wurde von Christinnen in Slowenien verfasst und steht unter dem Motto: "Kommt, alles ist bereit!"

Das Vermächtnis von Karla Raveh

Schüler setzen sich im Gottesdienst mit dem Holocaust auseinander

Lemgo. Wer war Karla Raveh und welche Lehren gibt sie heute an uns weiter? Zum internationalen Holocaust-Gedenktag haben die katholische Heilig-Geist-Gemeinde und die Karla-Raveh-Gesamtschule mit dem Schulreferat der Lippischen Landeskirche einen Gottesdienst gefeiert. Anspielszenen vergegenwärtigten in der Heilig-Geist-Kirche das Vermächtnis der jüdischen Zeitzeugin Karla Raveh (1927-2017).

Orgel spielen – Chor leiten

Lippische Landeskirche bietet Ausbildung in Kirchenmusik

Kreis Lippe. Interessenten für Kirchenmusik können sich für den D- oder C-Kurs der Lippischen Landeskirche bewerben. Die 4-semestrige Ausbildung schließt mit der D- oder C-Prüfung ab. Wer diese absolviert hat, kann nebenamtlich in der Kirchenmusik der lippischen Kirchengemeinden arbeiten. Die Ausbildung steht allen offen, die Orgel, Klavier oder ein Blechblasinstrument spielen können und Freude an der Musik in der Kirche mitbringen.

Internationale theologische Tagung

Lippische Landeskirche berät mit Partnern über Bekenntnis von Belhar

Kreis Lippe/Detmold. Zu einer internationalen theologischen Tagung hatte die Lippische Landeskirche nach Detmold eingeladen. In der Christuskirche ging es um die aktuelle Bedeutung des „Bekenntnisses von Belhar“, das die südafrikanische Partnerkirche der Lippischen Landeskirche 1986 im Kampf gegen die Apartheid formuliert hatte. Neben deutschen und internationalen Referentinnen und Referenten nahmen auch Vertreter fast aller anderen Partnerkirchen an der Konferenz teil. Hintergrund ist, dass die Lippische Landeskirche einen Beratungsprozess darüber begonnen hat, ob sie in ihre Verfassung einen Bezug auf dieses Bekenntnis aus Südafrika aufnehmen soll.

Vorfreude auf den Weltgebetstag

Slowenien steht im Mittelpunkt der Gottesdienste am 1. März

Kreis Lippe/Detmold. Jedes Jahr am ersten Freitag im März feiern Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen weltweit einen Gottesdienst zum Weltgebetstag. Die Liturgie bereiten Christinnen jeweils eines anderen Landes vor. Am 1. März steht dieses Jahr Slowenien im Mittelpunkt der Gottesdienste unter dem Motto: „Kommt, alles ist bereit!“ (Lk. 14,17).


100 Jahre Bauhaus – Auf den Spuren der Moderne

Bildungsreise zu den historischen Bauhaus-Wirkstätten in Weimar und Dessau

Kreis Lippe. In diesem Jahr wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass lädt das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche von Freitag, 12. bis Montag, 15. April, zu einer Studienfahrt nach Weimar und Dessau ein.

Kirchentag in Dortmund

Gemeinsame Fahrt von Lippe aus

Kreis Lippe. Die Region Westfalen-Lippe erwartet in diesem Jahr ein Großereignis mit mehr als 100.000 Besuchern: Dortmund ist von Mittwoch, 19. bis Sonntag, 23. Juni, gastgebende Stadt des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT). Der Landesausschuss Lippe des DEKT bietet eine gemeinsame Fahrt mit Bussen dorthin an. Angesprochen sind Jugendliche ab 16 Jahren, Erwachsene und Familien. Auch Gruppen aus allen Kirchengemeinden Lippes können sich dieser Fahrt gerne anschließen. Für Jugendliche ab 14 Jahren fährt ein Betreuerteam mit.

Mit Bach durchs Jahr 2019: eine wunderbare Idee gewinnt Gestalt.

Bachs 334. Geburtstag und sein 269. Todestag liegen im Jahr 2019. Das ist kein wirklich rundes Jubiläum. Doch braucht man das, um die Musik Johann Sebastian Bachs aufzuführen? „Nein“, sagen sich Gemeinden quer durch Lippe und laden unter dem Motto „2019 - mit Bach durchs Jahr“ ein.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Windows Live