Forum Asylpolitik beklagt Verschärfung des Asylrechts

Kritischer Blick auf die Asylpolitik: (von links) Birgit Naujoks (Flüchtlingsrat NRW), Katharina Kleine-Vennekate (Ökumenisches Forum), Frank Gockel (Flüchtlingshilfe Lippe), Jutta Ehlebracht-Krause (Beratungszentrum Lippische Landeskirche), die Rechtsanwältin Catrin Hirte-Piel und Britta Langner (Caritasverband für den Kreis Lippe und die Stadt Bad Pyrmont e.V.)

Detmold. Es ist nur drei Jahre her, dass die „Willkommenskultur“ Deutschland veränderte. Seitdem ist die öffentliche Stimmung umgeschlagen. „Massive Asylrechtsverschärfung“ prägten die aktuelle Lage, hieß es beim „Zweiten Forum Asylpolitik Lippe“, zu dem die Lippische Landeskirche, das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe und die Caritas eingeladen hatten. Zu großen Teilen setzte sich das Publikum des „Forums Asylpolitik“ im Detmolder Gemeindehaus am Markt aus ehrenamtlichen Helfern zusammen.

Sie haben den schleichenden Prozess der bürokratischen und juristischen Ausgrenzung in den vergangenen Jahren miterlebt – und zu ihrem Leidwesen erfahren, dass die Veränderung der Rahmenbedingungen in der Bevölkerung erfolgreich mit dem Hinweis auf die „Flüchtlingsflut“ rechtfertigt wird.

Dabei sei die Zunahme der Flüchtlingszahlen nicht die Ursache für den Rechtsextremismus, sagte Birgit Naujoks, Referentin vom Flüchtlingsrat NRW. Das Gegenteil sei richtig. Die angebliche Flüchtlingskrise von 2015 sei von populistischen rechten Parteien für ihre zweifelhafte politische Werbung missbraucht worden.

In diesen Zusammenhang gehörten auch Anmerkungen wie Horst Seehofers Satz von der „Migrationsfrage“ als der „Mutter aller Probleme“ oder Alexander Dobrindt Klage über die angebliche „Anti-Abschiebungs-Industrie“. Dobrindts Polemik ist auf die Flüchtlingshelfer gemünzt, die seit 2015 – und davor – auch in Lippe die Integration der Flüchtlinge ehrenamtlich geleistet haben.

Passend dazu werden die Möglichkeiten der ehrenamtlichen Helfer immer mehr beschnitten. Die Bielefelder Rechtsanwältin Catrin Hirte-Piel beschrieb die „Ankerzentren“, die die große Koalition zuerst in Bayern einrichtet. Dort soll das gesamte Verfahren möglichst innerhalb einer Woche stattfinden: Aufnahme, Entscheidung über das Asyl und Rückführung. Der hohe Zeitdruck des Verfahrens mache, so Catrin Hirte-Piel, ein geordnetes Verfahren und juristische Gegenschritte so gut wie unmöglich.

Ganz abgesehen davon bleiben die Menschen, die hier ankommen, in den Ankerzentren isoliert und ohne Kontakt zu Helfern, betonte Birgit Naujoks. Sie übte Kritik an den Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW. Auch dort werden die Teilhabemöglichkeiten der Flüchtlinge stark beschnitten und der Kontakt zur Bevölkerung weitgehend unmöglich gemacht. Kinder und Jugendliche sind teilweise über Jahre von Bildungsangeboten ausgeschlossen.

Dass das ständige Argumentieren mit der „Flüchtlingsflut“ falsch ist, sei jetzt wieder deutlich geworden, sagte Naujoks. Hunderttausende Menschen würden im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland kommen, hatte es vorher warnend geheißen. Doch in der Realität wurden nur etwas mehr als 40.000 Anträge auf Familiennachzug gestellt – und es wird lange dauern, bis sie bearbeitet sind. Darauf wies Birgit Naujoks hin: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) arbeite so schleppend und mit so „schlechter Qualität“, dass bis Mitte September erst wenig mehr als 100 Anträge bearbeitet waren.

Caritasverband für den Kreis Lippe und die Stadt Bad Pyrmont e.V.

Lippischer Orgelsommer

Vom 14. Juli bis zum 25. August gibt es wieder Konzert und Führung in lippischen Kirchen

Kreis Lippe. Bereits zum 14. Mal laden Lippischer Heimatbund und Lippische Landeskirche zum Lippischen Orgelsommer ein - und damit zu Kirche, Konzert, Kultur, Kommunikation, Kaffee und Kuchen.




Rundgang durch Detmold

Zu den Stätten der Hexenverfolgung

Detmold. Zu einem Rundgang zu den Stätten der Hexenverfolgung sind alle Interessierten am Samstag, 29. Juni, um 16 Uhr eingeladen. Treffpunkt sind die Wasserterrassen vor dem Landesmuseum in der Ameide.

Eindrücke vom Kirchentag in Dortmund

Viele Beteiligte haben den evangelippischen Rastplatz zum Erfolg werden lassen

Es gab viel Musik, Andachten, Workshops, Aktionen, offenes Singen sowie Spezialitäten von Lippequalität und dem Credoweg-Anhänger „wunderbar“. Auf dem Platz von Leeds an der Reinoldikirche haben 120 Mitwirkende aus Lippe ihr vielfältiges Programm präsentiert und bis zu 7.000 Menschen kamen, um auf dem „evangelippischen Rastplatz“ Station zu machen.


Lippe auf dem Kirchentag

Etwa 7.000 Menschen besuchten den „evangelippischen Rastplatz“

Dortmund/Kreis Lippe. Mit viel Musik, Andachten, Workshops, Aktionen, offenem Singen sowie Spezialitäten von Lippequalität und dem Credoweg-Anhänger „wunderbar“ hat sich der Landesausschuss Lippe am Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) vom 19. bis zum 23. Juni in Dortmund beteiligt. Auf dem Platz von Leeds an der Reinoldikirche haben 120 Mitwirkende aus Lippe ihr vielfältiges Programm präsentiert und bis zu 7.000 Menschen kamen, um auf dem „evangelippischen Rastplatz“ Station zu machen.

Pilgern weiter beliebt

„Pilgern in Lippe“ auf dem Kirchentag und dem Deutschen Wandertag dabei

Kreis Lippe. Ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende des Projekts „Pilgern in Lippe“ sind auf dem Kirchentag in Dortmund (19. bis 23. Juni) und auf dem Deutschen Wandertag in Schmallenberg (3. bis 8. Juli) dabei und werben dort für Pilgertouren auf dem lippischen Pilgerweg. Seit die Lippische Landeskirche vor acht Jahren den Weg „Pilgern in Lippe“ eröffnet hat, ist er als spirituelles und touristisches Angebot in der Region nicht mehr wegzudenken.

Puzzlewand mit vielen Wünschen

Aktion zum Tag der offenen Gesellschaft

Detmold. Begegnung und Respekt - am Tag der offenen Gesellschaft hat das Lippische Landesmuseum Detmold gemeinsam mit dem Diakoniereferat der Lippischen Landeskirche bei freiem Eintritt die Möglichkeit geboten, über eine offene Gesellschaft nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Aktionsstand auf der Ameide vor dem Landesmuseum lud dazu ein, eigene Ideen für eine offene Gesellschaft kreativ auf der Puzzlewand zu gestalten. Allmählich füllte sich die Wand mit Wünschen unter anderem nach Freiheit, Toleranz, Respekt und Gerechtigkeit, die Biodiversität in der Natur zu schützen und die Pflege älterer Menschen zu verbessern. In einem Demokratie-Quiz konnten die Besucher außerdem ihre Kenntnisse über demokratische Grundrechte überprüfen.

Lippisches Wahlrecht vereinfacht

Lippische Landessynode hat Neufassung der Wahlordnung beschlossen

Kreis Lippe/Horn-Bad Meinberg. Die Synode der Lippischen Landeskirche hat am Freitag, 14. Juni, auf ihrer Tagung in Bad Meinberg die Neufassung des Kirchengesetzes über die Wahlen zu den Kirchenvorständen beschlossen. Das Wahlrecht ist insbesondere im Bereich der Organisation im Vorfeld der Wahlen in den Kirchengemeinden vereinfacht worden.

Kein Unterschied bei Trauungen

Lippische Landessynode hat Neufassung der Lebensordnung beschlossen

Kreis Lippe/Horn-Bad Meinberg. Die Synode der Lippischen Landeskirche hat am Freitag, 14. Juni, die Neufassung der Lebensordnung beschlossen. Die Lebensordnung ist eine Orientierungshilfe zur Gestaltung des kirchlichen Lebens, zum Beispiel für Gottesdienst, Sakramente und Amtshandlungen.

Diskussion über Bekenntnis und Bekennen

Lippische Landessynode ruft Kirchengemeinden und Klassen zur Beschäftigung mit dem Bekenntnis von Belhar auf

Kreis Lippe/Horn-Bad Meinberg. Die Lippische Landessynode ruft die Kirchengemeinden und Klassen auf, sich aktiv am öffentlichen Diskussionsprozess zur Stellung des Bekenntnisses von Belhar in der Lippischen Landeskirche zu beteiligen. Gleichzeitig gibt die Synode einen Formulierungsvorschlag für einen möglichen Bezug auf das Bekenntnis in der Verfassung der Lippischen Landeskirche in die Diskussion hinein.

Rechtsruck als europaweites Phänomen

Journalist Daniel Bax sprach in Detmold über den Aufstieg fremdenfeindlicher Parteien

Detmold. Kurz vor der Europawahl haben Deutschland und zahlreiche Nachbarländer mit dem Aufstieg nationalistischer und fremdenfeindlicher Parteien zu kämpfen. Journalist und Autor Daniel Bax sprach im Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche in Detmold über den „Rechtsruck in Europa“, während zur selben Zeit AfD-Europakandidat Jörg Meuthen unter großen Protesten in Lage einen Wahlkampfauftritt hatte.


Tatkräftige Unterstützung für Brot für die Welt

Der TBV Lemgo Lippe ist in diesem Jahr regionaler Brot für die Welt-Botschafter.

Stellvertretend für den TBV hat Isaias Guardiola Ende letzten Jahres den Staffelstab übernommen. Die Lippische Landeskirche unterstützt die Aktion, die in diesem Jahr 60 Jahre alt wird und unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“ steht.

Mit Bach durchs Jahr 2019: eine wunderbare Idee gewinnt Gestalt.

Bachs 334. Geburtstag und sein 269. Todestag liegen im Jahr 2019. Das ist kein wirklich rundes Jubiläum. Doch braucht man das, um die Musik Johann Sebastian Bachs aufzuführen? „Nein“, sagen sich Gemeinden quer durch Lippe und laden unter dem Motto „2019 - mit Bach durchs Jahr“ ein.
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