Teilhabe wird unterstützt

Diakonie-Förderverein hat Gelder vergeben

Förderverein der Diakonie unterstützt Projekt zur Aufarbeitung der Euthanasie in Eben-Ezer. Der Vorstand Matthias Neuper, Bärbel Janssen und Dr. Bartolt Haase mit Claudia Baumhöfener und Aileen Reineke aus Eben-Ezer (von links).

Kreis Lippe/Lemgo. Integration, Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf – soziale Projekte in der Region in diesen Bereichen unterstützt der Förderverein Diakonie in der Lippischen Landeskirche e.V. Für diese Arbeit stehen Spenden sowie die Hälfte der jährlichen Adventssammlung zur Verfügung. Es wurden im vergangenen Jahr insgesamt 27.500 Euro ausgeschüttet.

5.000 Euro flossen in ein Projekt zur Aufarbeitung der Euthanasie. Auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins im Juli konnte Vorstandsvorsitzender Dr. Bartolt Haase dazu unter anderem Diplom-Sozialarbeiterin Claudia Baumhöfener und Aileen Reineke von der Stiftung Eben-Ezer im Gemeindehaus St. Marien in Lemgo begrüßen. Sie berichteten, dass am 8. April 1937 aus Eben-Ezer 64 Bewohnerinnen und Bewohner in die Provinzial-Heil-und Pflegeanstalt Warstein verlegt und von dort aus in einer der „Tötungsanstalten“ des Reichs ermordet wurden. Nachweislich wurden aus Eben-Ezer 36 Personen zu Opfern der „Euthanasie“. Seit Oktober 2017 findet zu dieser Thematik an der FH der Diakonie in Bielefeld das Wahlmodul „Historische Erkundungen am Beispiel der Eugenik im Nationalsozialismus – eine Aufarbeitung in der Stiftung Eben-Ezer“ statt. Neben Studierenden der FH nehmen Studierende und Mitarbeitende der Stiftung Eben-Ezer daran teil. Sie haben die Geschichte des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ erforscht, das am 1. Januar 1934 in Kraft trat und Grundlage für die Zwangssterilisation und Euthanasie wurde. Seminarteilnehmer haben im historischen Archiv von Eben-Ezer einzelne Akten der Opfer ausgewertet und deren Biographien erarbeitet, die in der Abschussveranstaltung vorgestellt wurden. Diese Biographien, Fotos und erläuternde Texte sind in einem digitalen Gedenkbuch auf der Homepage der Stiftung einsehbar: www.eben-ezer.de/Gedenkbuch. Weiterhin ist geplant, eine Opferbiographie in Kooperation mit der Hochschule OWL als Film medial aufzuarbeiten. Die Seminarergebnisse sollen Mitarbeitenden der Stiftung Eben-Ezer in Kombination mit einer Fahrt nach Warstein vermittelt werden.

Weitere geförderte Projekte sind: die Schulung von Seniorenbegleitern über das Mehrgenerationenhaus Lemgo und die ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli Lemgo in Kooperation mit Diakonie ambulant, dem Diakonieverband Extertal und dem Mehrgenerationenhaus Silixen (5.000 Euro); eine Bildungsreise von Menschen mit und ohne Behinderung der ev.-ref. Kirchengemeinde St. Johann Lemgo in Kooperation mit der Stiftung Eben-Ezer, dem Ev. Pilgerzentrum Jerusalem (EKD) und Biblische Reisen (2.500 Euro);  „Arbeit statt Strafe“ – Erprobung zur Begleitung von Menschen in Kirchengemeinden im Rahmen der Ableistung von Sozialstunden der Stiftung Herberge zur Heimat in Kooperation mit dem Freundeskreis Gefängnisseelsorge e.V. und der Klasse Süd (15.000 Euro). Hier trägt 50 Prozent der Kosten die Lippische Landeskirche und die anderen 50 Prozent stammen aus der Förderung durch den Verein.

31.07.2018

Viele Töne gegen den Hass

Großes Konzert am 19. Januar in der Christuskirche Detmold

Kreis Lippe/Detmold. Ein deutlich hörbares Zeichen wollen Musiker und andere Akteure am Samstag, 19. Januar, in Detmold setzen: Unter dem Motto „Viele Töne gegen den Hass“ gibt es in der Christuskirche (Kaiser-Wilhelm-Platz) ab 19 Uhr ein großes „musikalisch-politisches Manifest“ für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft und für Solidarität mit Geflüchteten.

Das Vermächtnis von Karla Raveh

Gottesdienst am 27. Januar in der Heilig-Geist-Kirche in Lemgo

Kreis Lippe/Lemgo. Zu einem besonderen Gottesdienst aus Anlass des internationalen Holocaust-Gedenktages laden die katholische Heilig-Geist-Gemeinde und die Karla-Raveh-Gesamtschule gemeinsam mit dem Schulreferat der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 27. Januar, um 11 Uhr in die Heilig-Geist-Kirche in Lemgo ein.

Gemeindepreis 2019

Kirchengemeinden können bis Freitag, 8. Februar, Vorschläge einreichen

Kreis Lippe. Die Evangelische Gemeindestiftung Lippe sucht innovative Gemeindeprojekte für den Gemeindepreis 2019. Kirchengemeinden sind eingeladen, Projekte oder Gruppen zu benennen, die einen anregenden und richtungsweisenden Impuls für die Arbeit vor Ort geben – sei es in der Gestaltung von Gottesdiensten, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, in der Kirchenmusik, der Frauenarbeit oder auch im Besuchsdienst. Die Gemeindestiftung Lippe wird drei Preise verleihen. Sie sind mit 1.000 Euro, 750 Euro und 500 Euro dotiert. Das Preisgeld soll der weiteren Arbeit der Gemeinde zugutekommen.

100 Jahre Bauhaus – Auf den Spuren der Moderne

Bildungsreise zu den historischen Bauhaus-Wirkstätten in Weimar und Dessau

Kreis Lippe. In diesem Jahr wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass lädt das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche von Freitag, 12. bis Montag, 15. April, zu einer Studienfahrt nach Weimar und Dessau ein.

Kirchentag in Dortmund

Gemeinsame Fahrt von Lippe aus

Kreis Lippe. Die Region Westfalen-Lippe erwartet in diesem Jahr ein Großereignis mit mehr als 100.000 Besuchern: Dortmund ist von Mittwoch, 19. bis Sonntag, 23. Juni, gastgebende Stadt des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT). Der Landesausschuss Lippe des DEKT bietet eine gemeinsame Fahrt mit Bussen dorthin an. Angesprochen sind Jugendliche ab 16 Jahren, Erwachsene und Familien. Auch Gruppen aus allen Kirchengemeinden Lippes können sich dieser Fahrt gerne anschließen. Für Jugendliche ab 14 Jahren fährt ein Betreuerteam mit.

Eltern und Kinder begleiten

Evangelische Familienbildung sucht Kursleiterinnen – die nächste Schulung startet Ende Januar

Kreis Lippe/Detmold. „Gemeinsam durch das erste Lebensjahr“ und „Schritte ins Leben“ sind Angebote der Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche für Mütter und Väter mit Babys und kleinen Kindern. Hierfür werden wieder Kursleiterinnen gesucht – so wie Kathrin Ahle, die zwei Gruppen begleitet. Die 38-jährige Mutter von zwei Söhnen ist derzeit in Elternzeit: „Ich habe selbst mit meinem heute vierjährigen Sohn an solch einer Gruppe teilgenommen. Der Austausch mit den anderen Eltern hat mir gut getan und die Tipps und Ratschläge, die ich dort für die Entwicklung meines Kindes bekommen habe, waren hilfreich.“

Mit Bach durchs Jahr 2019: eine wunderbare Idee gewinnt Gestalt.

Bachs 334. Geburtstag und sein 269. Todestag liegen im Jahr 2019. Das ist kein wirklich rundes Jubiläum. Doch braucht man das, um die Musik Johann Sebastian Bachs aufzuführen? „Nein“, sagen sich Gemeinden quer durch Lippe und laden unter dem Motto „2019 - mit Bach durchs Jahr“ ein.
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