Nachhaltige Solidarität mit Geflüchteten

Gottesdienst in der Reihe Profile in Lage

Im Gespräch über die aktuelle Arbeit des Ökumenischen Forums. Mit Annika Fideleo, Eptihal Fares, Brigitte Fenner und Benjamin Morise.

Kreis Lippe/Lage. Unter dem Bibelwort „Verflucht, wer das Recht des Fremden beugt“ (5. Mose 27,19) hat das „Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe“ im Rahmen der Gottesdienstreihe „Profile“ sein 25. Jubiläum gefeiert. Pfarrer Richard Krause konnte in der ev.-luth. Heilig-Geist-Kirche in Lage rund 50 Gäste begrüßen.


Das „Ökumenische Forum“ entstand 1993 als Reaktion auf den Asylkompromiss, der das Grundrecht auf Asyl massiv einschränkte. Gäste auf dem bunten Sofa sprachen über ihr Engagement und ihre Eindrücke. Dr. Ulrich Möller, früherer Pfarrer für Mission und Ökumene, erinnerte an die Gründungsjahre des Forums, in denen Asylbewerber ohne juristische und humanitäre Unterstützung wenig Chancen gehabt hätten, ihr Recht zu bekommen. Das Forum sei eine Anlaufstelle, die ehrenamtlichen Helfern Kraft, geistliche Impulse und juristischen Rat gebe. Man hätte nie gedacht, dass die Flüchtlingsfrage 25 Jahre später noch brisant sein würde. Mitglieder des Forums berichteten von ihren Erfahrungen, so wie Barbara Wolff, die ehrenamtlich eine Verfahrensberatung im Diakonischen Werk anbot oder Pfarrer i.R. Erhard Goeken, der vom ersten Kirchenasyl in Lippe 1992 in der ev.-ref. Kirchengemeinde in Hiddesen erzählte. Weitere Stimmen kamen zu Wort, unter anderem Annika Fideleo, die sich in Lage in der Flüchtlingsarbeit engagiert oder die Syrerin Eptihal Fares, die 2014 nach Lage kam. Sprachprobleme und Behördengänge seine eine große Herausforderung gewesen. Nach einem Sprachkurs arbeitet sie heute ehrenamtlich beim Kinderschutzbund.

Dieter Bökemeier, Pfarrer für Flucht und Migration der Lippischen Landeskirche, ordnete in seiner Predigt das biblische Fluchwort der Zeit nach der Flucht aus Ägypten zu. Man habe sich vor der Besiedlung des neuen Landes gefragt, wie dieses zum Segen für alle werden könne. Angesichts aktueller Herausforderung würden wir heute fragen: „Wie sollen wir umgehen mit einer globalisierten Welt, sozialen Ungerechtigkeiten, Geflüchteten und der zunehmenden Vielfalt im Land?“ Das Gesetz Gottes, das die Schwachen schütze und Recht und Gerechtigkeit für alle gewährleiste, flankiere den Weg. Mose sei überzeugt gewesen: „Wenn das Volk dieses Recht ehrt, wird das neue Land zum Segen. Der Umgang mit den Fremden entscheidet mit über Segen oder Fluch.“

In Deutschland sei das Recht des Fremdlings immer stärker beschnitten worden Eine ängstliche Politik habe auf flüchtlingskritische Stimmen reagiert und schon im Oktober 2015 begonnen, das Asylrecht zu verschlechtern, zwei Monate nach Merkels „Wir schaffen das!“ Mit jeder weiteren Verschärfung werde auch der gesellschaftliche Ton rauer. Hetze werde salonfähig, Grenzen des Anstandes seien niedergerissen und Ungeister der Vergangenheit erwacht. Auch sitze eine radikalnationale Partei jetzt im Landes- und Bundesparlament. Dieter Bökemeier: „Wo Flüchtlingsrechte abgebaut werden, besteht die Gefahr der Vergiftung der gesamten Gesellschaft.“ 

08.05.2018

Gemeinsam unterwegs

Gottesdienst zum Deutschen Wandertag zog viele Menschen an

Kreis Lippe/Detmold. Gemeinsam unterwegs – etwa 500 Menschen, darunter auch Detmolds Bürgermeister Rainer Heller und Landrat Dr. Axel Lehmann, hatten sich am Sonntag bei bestem Wetter auf dem Schlossplatz in Detmold versammelt, um einen ökumenischen Gottesdienst im Rahmen des 118. Deutschen Wandertages zu feiern.



Pilgerzentrum auf dem Wandertag

Ausstellung eröffnet: „Pilgern – eine Sehnsuchtsreise zum Wohlergehen“

Kreis Lippe/Detmold. Vor rund 120 Gästen ist am Mittwochnachmittag (15.8.) die Ausstellung „Pilgern – eine Sehnsuchtsreise zum Wohlergehen“ in der Christuskirche in Detmold (Kaiser-Wilhelm-Platz) eröffnet worden. „Die Schau zeigt Aspekte des Pilgerns gestern und heute, in den Weltreligionen sowie des Pilgerns weit weg und ganz nah vor der Haustür“, erklärte Bildungsreferentin Monika Korbach.

Mehr Spenden für Brot für die Welt

Evangelisches Hilfswerk legt Jahresbilanz vor – 351.000 Euro Spenden aus Lippe

Kreis Lippe. Brot für die Welt hat 2017 rund 351.000 Euro Spenden aus dem Kreis Lippe erhalten – etwa 50.000 Euro mehr als im Vorjahr. In dieser Summe sind alle Kollekten und Spenden aus der Region enthalten. „Wir freuen uns sehr, dass Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2017 ihr Vertrauen geschenkt haben. Mit ihren Spenden legen sie das Fundament dafür, dass Millionen Menschen in mehr als 90 Ländern Wege aus Armut und Not finden“, sagt Dieter Bökemeier, Landespfarrer für Ökumene und Mission der Lippischen Landeskirche. „Allen, die dazu beigetragen haben, danke ich herzlich.“

Kirchenführung, Kaffee und Konzert

Rund 150 Gäste beim Lippischen Orgelsommer in Pivitsheide

Kreis Lippe/Detmold-Pivitsheide. Der Lippische Orgelsommer hat erstmals in der evangelisch-reformierten Kirche in Pivitsheide Halt gemacht. Die beliebte Veranstaltungsreihe, die der Lippische Heimatbund e.V. und die Lippische Landeskirche an sieben Sonntagen in unterschiedlichen Kirchen ausrichten, begeisterte in Pivitsheide rund 150 Gäste.


Bewältigung von Traumafolgen

Pastorin und Psychotraumafachberaterin Dr. Katharina Kleine Vennekate unterrichtet ruandische Theologiestudierende in Beratung und Seelsorge

Es sind 24 Jahre her, dass in Ruanda ein grausamer Völkermord tobte. Ruanda hat viel dafür getan, dass die Menschen wieder sicher in ihrem Land leben können. Die Wirtschaft, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser sind wieder aufgebaut worden und das Zusammenleben funktioniert in der Regel gut. Gleichzeitig wird durch Gedenkstätten wie das Genozide Memorial in Kigali die Erinnerung an den Völkermord wach gehalten. Von außen betrachtet sind die Wunden in Ruanda verheilt, doch innerlich leiden noch viele Menschen an den Folgen des Traumas, den der Völkermord in ihrem Leben verursacht hat.

Zu Besuch im Kosovo

Landessuperintendent Dietmar Arends bei deutschen Soldaten in Prizren

Kreis Lippe/Prizren. Was ein Bischof ist, wissen Soldaten. Mit dem Titel „Landessuperintendent“ war es dann doch nicht so einfach. Kürzlich hat Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, die Soldatinnen und Soldaten des 50. Deutschen Einsatzkontingents KFOR in Prizren im Kosovo besucht.



Nelson Mandelas Erbe

Südafrika-Expertin Dr. Rita Schäfer sprach in Detmold

Kreis Lippe/Detmold. Der Kämpfer gegen die Apartheid und spätere Friedensnobelpreisträger wäre am 18. Juli dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Unter dem Titel „Quo vadis, Südafrika? – Nelson Mandelas Erben an der Macht“ hat Südafrika-Expertin Dr. Rita Schäfer darüber gesprochen, was aus seinem Erbe geworden ist. Pfarrerin Stefanie Rieke-Kochsiek begrüßte rund 70 Gäste zum Vortrag, zu dem die Lippische Landeskirche ins Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Detmold eingeladen hatte.

Echt stark, Junge!

Ev. Jugend Lippe lädt zum ICH-Stärkungstraining für Jungen ein

Kreis Lippe. Die Ev. Jugend Lippe lädt unter dem Titel „Echt stark, Junge!“ zu einem Workshop nach Cappel ein. Am 14. und 15. September geht es im Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde (Brüntruper Str. 6, Blomberg) um ein Ich-Stärkungstraining. Angesprochen sind Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren.
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