Ein neues Miteinander der Kirchen

Katholische und evangelische Christen gemeinsam auf Pilgerweg unterwegs

Ökumenischer Gottesdienst. Superintendent Dr. Andreas Lange von der Lippischen Landeskirche predigt in der Jesuitenkirche in Falkenhagen. Mit Weihbischof Hubert Berenbrinker sowie Prälat Heinrich Festing vom Erzbistum Paderborn. (von links)

Kreis Lippe. Rund 80 evangelische und katholische Pilger haben sich auf Einladung der Lippischen Landeskirche und des Erzbistums Paderborn aus Anlass des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ auf den Weg von Elbrinxen nach Falkenhagen gemacht. Spirituelle Impulse und Gespräch über Erfahrungen mit der anderen Konfession standen im Mittelpunkt. Im Südosten von Lippe hatte die Reformation besondere Auswirkungen, da sich Katholiken und Evangelische in dieser Grenzregion über Jahrhunderte konfliktreich gegenüberstanden.

Der Pilgertag begann mit einem Gottesdienst in der Dorfkirche Elbrinxen, wo für ein neues Miteinander der Kirchen gebetet wurde. Der rund sechs Kilometer lange Pilgerweg führte dann zur historischen Klosterkirche Falkenhagen. Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster erinnert an die besondere kirchliche Geschichte, da hier eine katholische und eine evangelische Kirche direkt nebeneinander stehen. Das Kloster wurde 1596 aufgelöst und zwischen dem Grafen zur Lippe und dem Fürstbischof von Paderborn geteilt. 1649 wurde die Kirchengemeinde evangelisch-reformiert, während auf dem anderen Geländeteil Jesuiten 1695 eine katholische Kirche errichteten. Der Pilgertag endete in dieser Kirche mit einem von Weihbischof Hubert Berenbrinker sowie Prälat Heinrich Festing vom Erzbistum Paderborn und dem lutherischen Superintendenten der Lippischen Landeskirche, Dr. Andreas Lange, gemeinsam gestalteten Dankgottesdienst.

Sie dankten dafür, dass nach jahrhundertelangen Ausgrenzungen Christen beider Konfessionen sich die Hand reichten und die Zusammenarbeit verstärkten. In seiner Predigt wies Andreas Lange auf die Falkenhagener Glasfenster hin, die das urchristliche Miteinander zu Pfingsten darstellten: „Alle Apostel verharren einmütig im Gebet.“ Dies sei ein Bild für Ökumene. „Verschiedene kommen zusammen und damit ist die Verschiedenheit nicht weg. Das, was uns verbindet, ist mehr als das, was uns unterscheidet. Der, der uns verbindet, ist größer als all das, was uns unterscheidet.“ Ökumene beruhe nicht auf unseren Überzeugungen und Traditionen, sondern auf dem einen Herrn, zu dem wir gemeinsam beten würden. „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ (Eph. 4,5). Die Reihenfolge sei zu beachten: „Am Anfang und am Ende ruht unsere Einheit in Christus“. Wir sollten uns für unsere konfessionellen Eigenheiten interessieren, mit denen wir die eine Kirche bereichern würden. Am Ende müssten wir aber gemeinsam über uns hinausschauen auf den, der uns eine Gemeinschaft schenke, die größer sei als die Summe unserer Gemeinsamkeiten.

18.10.2017

Gemeinsam unterwegs

Gottesdienst zum Deutschen Wandertag zog viele Menschen an

Kreis Lippe/Detmold. Gemeinsam unterwegs – etwa 500 Menschen, darunter auch Detmolds Bürgermeister Rainer Heller und Landrat Dr. Axel Lehmann, hatten sich am Sonntag bei bestem Wetter auf dem Schlossplatz in Detmold versammelt, um einen ökumenischen Gottesdienst im Rahmen des 118. Deutschen Wandertages zu feiern.



Pilgerzentrum auf dem Wandertag

Ausstellung eröffnet: „Pilgern – eine Sehnsuchtsreise zum Wohlergehen“

Kreis Lippe/Detmold. Vor rund 120 Gästen ist am Mittwochnachmittag (15.8.) die Ausstellung „Pilgern – eine Sehnsuchtsreise zum Wohlergehen“ in der Christuskirche in Detmold (Kaiser-Wilhelm-Platz) eröffnet worden. „Die Schau zeigt Aspekte des Pilgerns gestern und heute, in den Weltreligionen sowie des Pilgerns weit weg und ganz nah vor der Haustür“, erklärte Bildungsreferentin Monika Korbach.

Mehr Spenden für Brot für die Welt

Evangelisches Hilfswerk legt Jahresbilanz vor – 351.000 Euro Spenden aus Lippe

Kreis Lippe. Brot für die Welt hat 2017 rund 351.000 Euro Spenden aus dem Kreis Lippe erhalten – etwa 50.000 Euro mehr als im Vorjahr. In dieser Summe sind alle Kollekten und Spenden aus der Region enthalten. „Wir freuen uns sehr, dass Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2017 ihr Vertrauen geschenkt haben. Mit ihren Spenden legen sie das Fundament dafür, dass Millionen Menschen in mehr als 90 Ländern Wege aus Armut und Not finden“, sagt Dieter Bökemeier, Landespfarrer für Ökumene und Mission der Lippischen Landeskirche. „Allen, die dazu beigetragen haben, danke ich herzlich.“

Kirchenführung, Kaffee und Konzert

Rund 150 Gäste beim Lippischen Orgelsommer in Pivitsheide

Kreis Lippe/Detmold-Pivitsheide. Der Lippische Orgelsommer hat erstmals in der evangelisch-reformierten Kirche in Pivitsheide Halt gemacht. Die beliebte Veranstaltungsreihe, die der Lippische Heimatbund e.V. und die Lippische Landeskirche an sieben Sonntagen in unterschiedlichen Kirchen ausrichten, begeisterte in Pivitsheide rund 150 Gäste.


Bewältigung von Traumafolgen

Pastorin und Psychotraumafachberaterin Dr. Katharina Kleine Vennekate unterrichtet ruandische Theologiestudierende in Beratung und Seelsorge

Es sind 24 Jahre her, dass in Ruanda ein grausamer Völkermord tobte. Ruanda hat viel dafür getan, dass die Menschen wieder sicher in ihrem Land leben können. Die Wirtschaft, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser sind wieder aufgebaut worden und das Zusammenleben funktioniert in der Regel gut. Gleichzeitig wird durch Gedenkstätten wie das Genozide Memorial in Kigali die Erinnerung an den Völkermord wach gehalten. Von außen betrachtet sind die Wunden in Ruanda verheilt, doch innerlich leiden noch viele Menschen an den Folgen des Traumas, den der Völkermord in ihrem Leben verursacht hat.

Zu Besuch im Kosovo

Landessuperintendent Dietmar Arends bei deutschen Soldaten in Prizren

Kreis Lippe/Prizren. Was ein Bischof ist, wissen Soldaten. Mit dem Titel „Landessuperintendent“ war es dann doch nicht so einfach. Kürzlich hat Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, die Soldatinnen und Soldaten des 50. Deutschen Einsatzkontingents KFOR in Prizren im Kosovo besucht.



Nelson Mandelas Erbe

Südafrika-Expertin Dr. Rita Schäfer sprach in Detmold

Kreis Lippe/Detmold. Der Kämpfer gegen die Apartheid und spätere Friedensnobelpreisträger wäre am 18. Juli dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Unter dem Titel „Quo vadis, Südafrika? – Nelson Mandelas Erben an der Macht“ hat Südafrika-Expertin Dr. Rita Schäfer darüber gesprochen, was aus seinem Erbe geworden ist. Pfarrerin Stefanie Rieke-Kochsiek begrüßte rund 70 Gäste zum Vortrag, zu dem die Lippische Landeskirche ins Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Detmold eingeladen hatte.

Echt stark, Junge!

Ev. Jugend Lippe lädt zum ICH-Stärkungstraining für Jungen ein

Kreis Lippe. Die Ev. Jugend Lippe lädt unter dem Titel „Echt stark, Junge!“ zu einem Workshop nach Cappel ein. Am 14. und 15. September geht es im Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde (Brüntruper Str. 6, Blomberg) um ein Ich-Stärkungstraining. Angesprochen sind Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren.
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