Menschen fühlen sich aufgerichtet

Die Ökumenische Kranken- und Altenhilfe mit Ehrungen und Aufbruch

Aktiv im ehrenamtlichen Besuchsdienst: Ehrung langjähriger Mitglieder der ÖKAH. Mit der scheidenden Vorsitzenden Dr. Angelika Hirsch (vorne, 5.v.l.). Foto: Lippische Landeskirche

Kreis Lippe/Detmold. Sie sind aus den Kliniken und den Altenheimen in Lippe nicht wegzudenken – die ehrenamtlich Mitarbeitenden der Ökumenischen Kranken- und Altenhilfe (ÖKAH). Sie haben ein offenes Ohr für Kranke, für Seniorinnen und Senioren, und helfen bei Kleinigkeiten im Alltag. Die Mitglieder trafen sich jetzt in Detmold zur Vollversammlung. Rund 40 Teilnehmende konnte die Vorsitzende, Dr. Angelika Hirsch, zu Rückblick und Ausblick, Austausch und Gespräch begrüßen.

Insgesamt 21 Mitglieder wurden für ihre langjährige ehrenamtliche Mitarbeit geehrt, am längsten dabei sind Christine Behrendt mit 32 Jahren und Anne Jehna mit 35 Jahren. Diemut Semmelbeck, Sigrid Rövekamp und Rosemarie Kohlus scheiden aus dem aktiven Dienst aus, da sie die Altersgrenze von 80 Jahren erreicht haben. Elke Stein zieht sich nach langem Engagement aus dem Trägerkreis zurück.

Angelika Hirsch selbst kündigte an, ihr Amt als Vorsitzende zum Jahresende nach acht Jahren abgeben zu wollen. Dies trifft zusammen mit strukturellen Veränderungen, wie Diakoniepfarrer Dieter Bökemeier erläuterte: „Die Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen Entwicklungen beschleunigt, auch in diesem so wichtigen ehrenamtlichen Dienst.“ Ein Arbeitskreis kläre derzeit, in welchen Strukturen die ÖKAH weitergeführt wird und wie neue Mitglieder gewonnen werden können. Denn: hatte die ÖKAH vor sieben Jahren noch 100 aktive Ehrenamtliche, sind es heute noch 49 Aktive. Dieter Bökemeier betonte, dass neben dem Besuchsdienst in den Altenheimen der derzeit coronabedingt nicht mögliche Krankenhausbesuchsdienst unbedingt weitergeführt werden solle: „Menschen fühlen sich aufgerichtet durch Ihre persönliche Zuwendung“.

Mit großem Bedauern verabschiedeten die Ehrenamtlichen der ÖKAH Dr. Hirsch aus ihrem Amt, sie hinterlässt eine große Lücke. Angelika Hirsch wiederum dankte allen Mitgliedern und dem Leitungskreis. Ihr besonderer Dank galt der stellvertretenden Vorsitzenden Bärbel Luft, Gudrun Würfel vom Referat Diakonie und Ökumene sowie Klinikseelsorgerin Gerlinde Kriete-Samklu für die vielfältige Unterstützung in Organisation und Seelsorge.

12.10.2021

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