Kommt, alles ist bereit!

Kirchengemeinde Heiden feierte bunten Weltgebetstag

Illustres Gastmahl. Mit Dorothea Lenk, Ursula Tasche, Hanna Harms, Iris Kruel, Heike Harms-Lehmann, Torsten Schmidt, Tanja Kin, Carolina Sonnenberg, Alexandra Schaller, Brigitte Fenner, Regine Greiser und Frauke Hackemack (von links).

Kreis Lippe/Lage-Heiden. Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen feiern jedes Jahr am ersten Freitag im März weltweit den Weltgebetstag, der die größte ökumenische Basisbewegung ist. Die Liturgie für den Gottesdienst wird jeweils von Frauen eines anderen Landes erarbeitet, in diesem Jahr unter der Überschrift „Kommt, alles ist bereit!“ (LK 14,7) von Christinnen aus Slowenien.
Im Gottesdienst in Heiden, der von Alexandra Schaller (Gitarre) und Torsten Schmidt (Klavier, Akkordeon) musikalisch umrahmt wurde, erhielten die Besucher viele Informationen über das Gastgeberland aus Sicht der Frauen.

Ein Tisch war mit den slowenischen Landesfarben Weiß-Blau-Rot dekoriert. Brot, eine Bibel, Salz, Rosmarin, Lavendel, Honig und rote Nelken füllten den Tisch als Zeichen der Gastfreundschaft mit den Worten „Es ist noch Platz. Kommt, alles ist bereit!“.

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Über 288.000 Menschen der zwei Millionen Einwohner leben in der Hauptstadt Ljubljana. Als Knotenpunkt internationaler Handelsströme vereint die Region vielfältige Einflüsse. Bereits im kommunistischen Jugoslawien war das Land, das 1991 selbständig wurde, ein Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Rote Nelken waren Sinnbilder des Sozialismus, in dem der Glauben nur heimlich praktiziert werden konnte. Heute gibt es an Feiertagen kaum freie Plätze im Gottesdienst. Obwohl 60% der Bevölkerung katholisch und nur 0,9% evangelisch sind, ist der Reformationstag nationaler Feiertag. Da der lutherische Reformator Primos Tuber (1508-1586) mit der slowenischen Bibelübersetzung den Grundstein der Sprache legte, wird als Vater der Literatur hoch verehrt.

Das Schicksal einiger slowenischer Frauen wurde in Spielszenen veranschaulicht: Die Unterdrückung der Religion im kommunistischen Staat wurde ebenso thematisiert wie Flucht und Gastarbeit, die mühsame Vereinbarung von Studium und Familie, Vereinsamung im Alter oder auch die Ausgrenzung der Roma als ethnischer Minderheit.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Gleichnis vom Gastmahl aus dem Lukas-Evangelium (Lk. 14,13-24), das als Rollenspiel inszeniert wurde: Nachdem die geladenen Gäste nicht kamen, wird der Diener vom Gastgeber beauftragt, Leute von der Gasse, Arme, Krüppel, Blinde und Lahme einzuladen. Nach dem berauschenden Fest unterhalten sich der Diener und Hausherr, wie die Menschen, die sonst nur Ausgrenzung erleben, beim Fest aufblühten. Sie beschließen, das Gastmahl zu wiederholen.

Auch die Besucher des Weltgebetstages waren im Anschluss an den Gottesdienst zum  Gastmahl eingeladen – vorbereitet vom Mitarbeiterkreis. Außerdem bot der Weltladen „Alavanyo“ (Detmold) fair gehandelte Produkte zum Kauf an.     

14.03.2019

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