Keine Aushöhlung des Asylrechts

Von Ankerzentren Abstand nehmen und Rechtsanspruch auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte wieder einführen

Kreis Lippe/Kalletal-Langenholzhausen. Die Lippische Landessynode fordert die Bundesregierung auf, den Rechtsanspruch auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte wieder einzuführen sowie von den Plänen für sogenannte Ankerzentren Abstand zu nehmen. Das haben die Synodalen auf ihrer Tagung am Freitag, 8. Juni, in Kalletal-Langenholzhausen beschlossen.

Die Synode kritisiert Beschlüsse, zukünftig den Rechtsanspruch auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte zugunsten einer begrenzten Höchstzahl im Monat von 1000 Personen dauerhaft auszusetzen. Dies widerspricht nach Überzeugung der Landessynode dem Schutz von Ehe und Familie, der nicht nur im Grundgesetz besonders verankert ist, sondern auch ein biblisch begründetes Anliegen der Kirche darstellt. Es ist zu befürchten, dass viele Familien zerstört werden und Menschen sich aus Sorge um ihre nächsten Angehörigen zur Rückkehr in unsichere Verhältnisse gezwungen sehen. Den Hierbleibenden erschwert eine Trennung von der Familie zusätzlich die Integration.

Darüber hinaus drückt die Landessynode die Befürchtung aus, dass in den aktuell geplanten Ankerzentren grundlegende Rechte der Schutzsuchenden gefährdet sein werden. Angemessene gesellschaftliche Teilhabe oder eine Regelbeschulung der Kinder scheinen während einer Zeit von bis zu 18 Monaten nicht gewollt. Eine Rechtsvertretung zu erhalten, wird für die Schutzsuchenden in Ankerzentren nur schwer möglich und Kontakte zu unabhängigen Beratungsstellen und zivilgesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen werden erschwert sein.

Die Landessynode bittet darüber hinaus die Landesregierung von NRW, ihr Konzept des Integrierten Rückkehrmanagements zu überdenken, den Schutz und die Eingliederung der Geflüchteten in den Vordergrund zu stellen und nicht ein Festhalten Geflüchteter in zunehmend ausreiseorientierten Landesunterbringungseinrichtungen.

Die Landessynode stellt sich weiterhin ausdrücklich hinter die Praxis des Kirchenasyls und dankt allen Kirchengemeinden, die durch Gewährung von Kirchenasyl dazu beigetragen haben, dass persönliche Härten in Einzelfällen vermieden werden konnten. Sie dankt auch allen Menschen in Lippe, die sich nach wie vor mit großem persönlichem Engagement für das gesellschaftliche Ankommen und die Rechte Geflüchteter in unserem Land einsetzen. Sie erkennt an, dass die Herausforderungen groß sind und weitere Förder- und Integrationsangebote durch die verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen notwendig sind. Die Lippische Landeskirche wird hierbei auch weiterhin Verantwortung übernehmen und ermutigt auch die Kirchengemeinden, ihr Engagement in der Arbeit mit Geflüchteten fortzuführen.

08.06.2018

Die Quelle des Lebens

Tauffest in Lemgo mit großem Zuspruch

Lemgo. Das 2.Tauffest in Lemgo am Sonntag, 10. Juni, hat mit mehr als 1.600 Gästen im Abteigarten großen Zuspruch gefunden. Die Taufe von 82 Lemgoern aller Altersklassen feierten bei schönstem Wetter Angehörige der evangelischen Kirchengemeinden Brake, St. Johann, St. Marien, St. Nicolai, St. Pauli und Voßheide sowie die katholische Kirchengemeinde Heilig Geist in ökumenischer Verbundenheit.


Jede Stimme zählt

Profile Gottesdienst zu 100 Jahre Frauenwahlrecht am Freitag, 22. Juni, im Kreishaus

Kreis Lippe/Detmold. Seit 100 Jahren haben Frauen in Deutschland das Recht, wählen zu gehen und sich wählen zu lassen. Bis dahin war dies allein den Männern vorbehalten. Unter dem Titel „Jede Stimme zählt“ macht die landeskirchliche Gottesdienstreihe „Profile“ am Freitag, 22. Juni, um 17 Uhr im Sitzungsaal des Kreishauses in Detmold (Felix-Fechenbach-Str.5) Station.

Fünf ausgezeichnete Projekte

Ev. Gemeindestiftung Lippe vergibt Gemeindepreis 2018

Kreis Lippe/Horn-Bad Meinberg. Für besondere Projekte mit Vorbildcharakter wurden die drei evangelisch-reformierten Kirchengemeinden Horn, Augustdorf und Falkenhagen von der Ev. Gemeindestiftung Lippe mit dem Gemeindepreis 2018 ausgezeichnet. Über einen Sonderpreis „Reformation“ freute sich die gemeinsame Jugendarbeit der drei evangelischen Kirchengemeinden Sylbach und Schötmar. Einen weiteren Sonderpreis erhielt der Lippische Landesverband für Kindergottesdienst. Landessuperintendent Dietmar Arends, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, übergab in Horn die mit insgesamt 3.750 Euro dotierten Preise.

Abendliches Fastenbrechen im Monat Ramadan

Die Bursianer hatten aufgetischt: eine internationale Gemeinschaft feierte gemeinsam

Detmold. Der Raum im Viva Cafe war komplett besetzt: Mehr als 50 Personen unterschiedlichen Alters und Religion, Studierende und Bewohner der Stadt Detmold waren der Einladung der Bursianer gefolgt, das abendliche Fastenbrechen im Monat Ramadan gemeinsam zu begehen. Die Studierenden aus der Burse hatten ein reichhaltiges und internationales Buffet vorbereitet: zum Beispiel Hähnchengerichte aus Syrien, Rindfleischeintopf aus Marokko, Linsengericht aus dem Jemen, Reisgericht vom Hindukusch, Käsekuchen aus Deutschland und vieles mehr. Natürlich durften die Datteln nicht fehlen. Der Abend wurde mit einem Gespräch über das Fasten begonnen. Muslimische Studierende erzählten, wie sie den Monat Ramadan hier in Deutschland erleben, welche Bedeutung das Fasten für sie hat und wie es in ihren Heimatländern gelebt wird. Vor allen Dingen würden sie in dieser Zeit das Zusammensein mit ihren Familien vermissen.

Kirche in Lippe – auf dem Weg bis 2030

Beschluss zum weiteren Verfahren im Zukunftsprozess der Lippischen Landeskirche

Kreis Lippe/Kalletal-Langenholzhausen. Der Zukunftsprozess „Kirche in Lippe – auf dem Weg bis 2030“ nähert sich seinem vorläufigen Abschluss: Auf ihrer Tagung am Freitag, 8. Juni, in Kalletal-Langenholzhausen hat die Synode den Landeskirchenrat beauftragt, zur Herbstsynode 2018 Beschlüsse zur Umsetzung der Ergebnisse vorzubereiten. Diese sind im Verlauf der vergangenen zwei Jahre in den Kammern und Ausschüssen der Lippischen Landeskirche erarbeitet worden.

Keine Aushöhlung des Asylrechts

Von Ankerzentren Abstand nehmen und Rechtsanspruch auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte wieder einführen

Kreis Lippe/Kalletal-Langenholzhausen. Die Lippische Landessynode fordert die Bundesregierung auf, den Rechtsanspruch auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte wieder einzuführen sowie von den Plänen für sogenannte Ankerzentren Abstand zu nehmen. Das haben die Synodalen auf ihrer Tagung am Freitag, 8. Juni, in Kalletal-Langenholzhausen beschlossen.

Atomwaffen verbieten und abschaffen

Friedensethische Erklärung der Lippischen Landeskirche zur atomaren Bewaffnung und Teilhabe

Kreis Lippe/Kalletal-Langenholzhausen. Die Lippische Landessynode hat sich auf ihrer Tagung am Freitag, 8. Juni, gegen Massenvernichtungsmittel ausgesprochen und die Bundesregierung aufgefordert, den Atomwaffenverbotsantrag vom Juli 2017 zu unterzeichnen.

Neuer Lehrplan für die Konfirmandenarbeit

Die Lebenswelt der Jugendlichen in den Blick nehmen

Kreis Lippe/Kalletal-Langenholzhausen. „Gemeinsam auf der Suche nach einem Leben mit Gott“ - die Lippische Landessynode hat sich auf ihrer Tagung am Freitag, 8. Juni, für die Erprobung eines neuen Lehrplans für die Konfirmandenarbeit ausgesprochen. Kirchengemeinden können diesen Entwurf bei Interesse nutzen und ihre Erfahrungen mit anderen austauschen.

Landwirtschaft und Naturschutz als Partner

150 Gäste auf dem Evangelischen Bauerntag in Schwalenberg

Kreis Lippe/Schieder-Schwalenberg. „Wer ist für eine intakte Landschaft verantwortlich?“ Mit dieser Frage hat sich der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche in Schwalenberg befasst. Adolf Meier zu Döldissen, Vorsitzender der Kammer für den ländlichen Raum und Superintendent Dirk Hauptmeier, Beauftragter für den ländlichen Raum, konnten rund 150 Gäste in der evangelisch-reformierten Kirche begrüßen.


Steinwüsten in blühende Oasen verwandeln

Profile-Gottesdienst zum Insektenschwund mit 150 Besuchern

Kreis Lippe/Bad Salzuflen. Die Gottesdienstreihe Profile hat sich am Pfingstmontag, 21. Mai, unter der Überschrift „Summ, summ, summ, Schöpferlob bleibt stumm?“ mit dem Insekten- und Vogelschwund beschäftigt. Zwitschernde Vögel begrüßten rund 150 Gäste im Naturschutzgebiet Vogellehrpfad Bexter-Wald mitten im Grünen. Unter Leitung von Jens Laghusemann umrahmten die Posaunenchöre Lockhausen-Ahmsen und Wülfer-Heipke den Gottesdienst, den Pfarrerin Birgit Krome-Mühlenmeier mit der Frage eröffnete: „Wie können wir angesichts des Insektensterbens das Gotteslob der Schöpfung noch erklingen lassen?“ Lieder wie „Alle Vögel sind schon da“ und „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ stimmten auf das Thema ein.
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