Wege durch die Reformation

Lehrer erhalten kirchliche Lehrerlaubnis für Evangelischen Religionsunterricht

Die angehenden Religionslehrerinnen und -lehrer gestalteten den Gottesdienst „Wege durch die Reformation“ zusammen mit Kirchenrat Tobias Treseler, Pfarrer i.R. Lothar Teckemeyer und Landesschulpfarrer Andreas Mattke (hintere Reihe, Mitte, von links).

Kreis Lippe/Oerlinghausen. 16 Lehrerinnen und Lehrer aus Westfalen und Lippe haben in einem Gottesdienst in der evangelisch-reformierten Alexanderkirche in Oerlinghausen am Sonntag, 15. Oktober, die Vokation der Evangelischen Kirchen erhalten. Dabei handelt es sich um die kirchliche Lehrerlaubnis, die nach dem nordrhein-westfälischen Schulgesetz und der Vokationsordnung der Kirchen Voraussetzung ist, um Evangelischen Religionsunterricht an Schulen erteilen zu dürfen.

Eine intensive Arbeitswoche im Landeskirchenamt in Detmold unter der Leitung von Landespfarrer Andreas Mattke und mit Unterstützung von Pfarrer i.R. Lothar Teckemeyer war der Berufung der Religionspädagogen vorausgegangen. Die Woche vertiefte Grundfragen des Religionsunterrichts und Aspekte der Zusammenarbeit von Staat und Kirche im Bereich der Schule. Aus Anlass des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ beschäftigte sie sich auch mit den Auswirkungen der Reformation auf den Stellenwert von (Schul-) Bildung in der Gegenwart.

Arbeitswoche und Gottesdienst standen unter dem Leitwort „Wege durch die Reformation“. In einem Anspiel berichteten die jungen Lehrer, dass diese Wege sie auch ganz praktisch zu den drei aktuellen Reformationsausstellungen in Lemgo (Museum Hexenbürgermeisterhaus), Brake (Weserrenaissance-Museum) und Detmold (Lippisches Landesmuseum) geführt hätten. Zudem seien sie auf dem Lippischen Pilgerweg unterwegs gewesen.

Grundlage der Predigt war der im Lukas-Evangelium berichtete Emmaus-Gang der Jünger. Landesschulpfarrer Andreas Mattke führte aus, dass Luther und die von ihm in Gang gesetzte Reformation immer darauf hingewiesen hätten, dass Gott die Menschen auf ihrem Lebensweg begleite. Diese Begleitung befreie von Angst und Sorge um seiner selbst willen und befähige zu verantwortungsvollem Tun. Mattke ermutigte die Lehrinnen und Lehrer: „Gut, wenn ihr selbst aus dieser Perspektive der Freiheit lebt, besser, wenn ihr im Religionsunterricht andere in diese Freiheit mit hineinnehmt. Im Religionsunterricht haben Schülerinnen und Schüler die Chance über die Welt nachzudenken und sie aus dieser Perspektive einer verantwortungsvollen Freiheit zu begreifen.“ Bei der Übergabe der Vokationsurkunden betonte Kirchenrat Tobias Treseler den Bildungsauftrag der reformatorischen Kirchen. Bildungsprozesse seien nötig, um den christlichen Glauben zu unterstützen und zu fördern. Religionslehrer und -lehrerinnen seien hervorragend für ihre Aufgaben qualifiziert. Die Lippische Landeskirche, so Treseler weiter, setze großes Vertrauen in die Arbeit der Lehrkräfte.

Zu Lehrkräften des Fachs Evangelische Religionslehre wurden in Oerlinghausen berufen: Nelly Block (Lemgo), Isabell Budde (Detmold), Nikola Grünberg (Blomberg), Leonie Hansmerten (Herzebrock-Clarholz), Lisa Hendrich (Bad Oeynhausen), Felix Klemen (Detmold), Jennifer Rebecca Klug (Bad Salzuflen), Eva Mölling (Bad Salzuflen), Helena Müller (Extertal), Stefanie Ortmeier (Vlotho ), Susanne Schulte (Paderborn), Philipp Tickle (Bielefeld), Lara Wieczorek (Bielefeld), Dörthe Albert (Bad Oeynhausen), Victoria Mc Enarney (Oerlinghausen) und Rahel Neufeld (Lemgo).

18.10.2017

Alavanyo lädt ein

Europäischer Weltladentag am Samstag, 12. Mai

Detmold. Die ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft des Eine-Welt-Ladens Alavanyo in Detmold lädt zum Weltladentag am Samstag, 12. Mai, von 9.30 bis 13 Uhr in die Bruchstraße 2 a (hinter der Sparkasse am Markt) ein. Zu Gesprächen und Informationen über den Fairen Handel gibt es Kaffee, Tee und Saft.

Faire Schultüte

Kampagne zum Schulstart für fair gehandelte Produkte

Auf viele Kinder in Lippe wartet nach den Sommerferien die Einschulung, die traditionell eine bunt gefüllte Schultüte mit sich bringt. Der Kreis Lippe, die Lippische Landeskirche und der Eine-Welt-Laden Alavanyo machen darauf aufmerksam, dass die Schultüten für die „i-Dötzchen“ auch mit Produkten des Fairen Handels gefüllt werden können.


Detmold und das Warschauer Ghetto

Erinnern und Gedenken: Emotionale Momente und Begegnungen

Detmold. Was hat Detmold mit dem Warschauer Ghetto zu tun? Diese Frage stand am Anfang einer fünftägigen Gedenkreise, die die Lippische Landeskirche und die Stadt Detmold gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. aus Anlass des 75. Jahrestages der Niederschlagung des Warschauer Ghetto-Aufstandes initiierte. Die Spurensuche in Warschau führte an die Orte der Opfer und ihrer heutigen Denkmäler und Erinnerungsorte. Der Fokus richtete sich auch immer wieder auf den Täter Jürgen Stroop aus Detmold, einem der furchtbarsten Massenmörder der NS-Zeit, der in Polen als Synonym für Ermordung von 70.000 Menschen steht und damit verbunden mit der unvorstellbaren Unmenschlichkeit des deutschen Naziregimes.

Antisemitismus deutlich widersprechen

Landessuperintendent Dietmar Arends predigt im Gottesdienst in Warschau

Kreis Lippe/Warschau. Anlässlich des 75. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Ghetto hat Landessuperintendent Dietmar Arends gefordert, die Erinnerung an das, was geschehen ist, wachzuhalten. In seiner Predigt am Sonntag, 22. April, in der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau sagte Arends: „Es gibt immer wieder Stimmen – und sie werden wieder lauter bei uns – die sagen, es muss doch einmal Schluss sein mit dem Erinnern. Nein, es darf nicht Schluss sein mit dem Erinnern! Nur wenn wir uns erinnern, können wir davor bewahrt werden, dass Ähnliches wieder geschieht. Zu deutlich sehen wir in dieser Welt, wozu Menschen fähig sind. Zu deutlich sehen wir, dass Antisemitismus in Deutschland und an anderen Orten wieder um sich greift.“

Nachhaltige Solidarität mit Geflüchteten

Gottesdienst in der Reihe Profile am Sonntag, 29. April, 17 Uhr in Lage

Kreis Lippe/Lage. Unter dem Bibelwort „Verflucht, wer das Recht des Fremden beugt“ (5. Mose 27,19) kommt die Gottesdienstreihe „Profile“ am Sonntag, 29. April, um 17 Uhr in die ev.-luth. Heilig-Geist-Kirche am Sedanplatz in Lage. Gefeiert wird in diesem Profile-Gottesdienst, dass es seit 25 Jahren das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe gibt – für nachhaltige Solidarität mit Geflüchteten.

Wir müssen reden!

Talk der Religionen mit Christen, Juden und Muslimen

Detmold. Es wurde eng im Islamischen Kommunikationszentrum (Industriestraße), als Öffentlichkeitsreferent Nihat Köse zum „Talk der Religionen“ rund 100 Gäste begrüßen konnte. Unter dem Titel „Wir müssen reden!“ laden Vertreterinnen und Vertreter der drei Weltreligionen in insgesamt drei Veranstaltungen zum Gespräch in Moschee, Synagoge und Kirche ein. Auftakt war in Detmold in der Moschee im Islamischen Kommunikationszentrum. Christen, Juden und Muslime saßen zusammen am runden Tisch und sprachen über ihren Glauben, das Leben ihrer Gemeinden und aktuelle Sorgen. Das Publikum war zur Beteiligung eingeladen.

Aktion 5000 Brote

2018 ist wieder ein Aktionsjahr für das Konfi-Projekt „5000 Brote – Konfirmand/innen backen Brot für die Welt“.

Kirchengemeinden sind eingeladen, vorzugsweise in der Zeit von Erntedank bis 1. Advent mit lokalen Bäckereien Brot zu backen, es anschließend zu verkaufen und das Geld für Projekte von Brot für die Welt zu spenden (zum Beispiel durch Verkauf nach Gottesdiensten). Im Konfi-Unterricht kann die Aktion mit verschiedenen Themenschwerpunkten wie z.B. Gerechtigkeit, biblische Geschichten rund um Brot und Nahrungsmittel oder auch Konsumverhalten verknüpft werden.
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