Geweke setzt Impulse

Landeskantor wird mit dem Titel Kirchenmusikdirektor ausgezeichnet

Ernennung zum Kirchenmusikdirektor: Landeskantor Burkhard Geweke (rechts) erhält in der Christuskirche Detmold die Urkunde zur Ernennung durch Kirchenrat Tobias Treseler.

Detmold. Burkhard Geweke (57), langjähriger Kantor der evangelisch-reformierten Christuskirche Detmold, ist zum Erntedankfest im Anschluss an eine musikalische Vesper zum Kirchenmusikdirektor (KMD) ernannt worden. Kirchenrat Tobias Treseler überreichte die Urkunde und würdigte die umfangreiche kirchenmusikalische Arbeit des Landeskantors, die in großer musikalischer Qualität über die Gemeinde hinaus strahle.

„Burkhard Geweke ist fachlich auf allerhöchstem Niveau kirchenmusikalisch in unserer Landeskirche und an der Christuskirche tätig und setzt wichtige Impulse.“ Treseler lobte die kollegiale Zusammenarbeit auf landeskirchlicher Ebene, die Geweke als Fachberater für Kirchenmusik, Orgelsachverständiger und Dozent der C-Kirchenmusikerausbildung zeige. Zudem leiste er seit 23 Jahren herausragende Arbeit in der Gemeinde Detmold-West, habe große oratorische Werke in Veranstaltungsreihen eingebettet und weit über Detmold hinausreichende Akzente gesetzt. Sein Schwerpunkt liege auf der Chorarbeit. Neben der Kantorei habe er leistungsstarke Kinder- und Jugendchöre aufgebaut und sei offen für andere Bereiche der Kirchenmusik wie Bläserarbeit, Jazz, Improvisation und Musical. Bei aller Professionalität sei er stets gemeindebezogen. Irgendwelche Dünkel seien ihm fremd.

Geweke wurde 1960 in Bielefeld geboren und studierte Schulmusik mit Schwerpunkt Ensembleleitung bei seinem Amtsvorgänger Prof. Alexander Wagner in Detmold. Es schloss sich ein Kirchenmusikstudium (B- und A-Examen) in Herford an, wo er auch die Künstlerische Reifeprüfung in Chorleitung ablegte. Bevor er 1994 Kantor der Christuskirche wurde, war er an der Petrikirche Bielefeld und Marienkirche Bielefeld-Jöllenbeck tätig. Mit der Kantorei der Christuskirche machte er zahlreiche Konzertreisen sowie CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen. Seit 2003 unterrichtet er Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford.

Geweke stellte sein großes Können als Dirigent und Organist in der Vesper unter Beweis. Werke von Pachelbel bis Albrechtsberger erfreuten in schönster Klangkultur. Vokalwerken von Mozart, Buxtehude und Haydn verlieh Sopranistin Charlotta Henricson mit beeindruckenden Kantilenen viel Glanz. Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie begleiteten ausdrucksstark und homogen. „Der Mond ist aufgegangen“ von Zsolt Gárdony fesselte im reinsten Chorklang. Eigentlich sollte die neue Truhenorgel eingeweiht werden, die krankheitsbedingt nicht rechtzeitig aus den Niederlanden angeliefert wurde. Annette Elisabeth Arnsmeier, Arisa Ishibashi und Christoph Grohmann gaben schöne musikalische Orgelgrüße auf dem baugleichen Instrument, das St. Nicolai aus Lemgo zur Verfügung stellte und sichtbares Musizieren von vorne ermöglichte.

Pfarrer Maik Fleck würdigte die Beharrlichkeit Gewekes, ohne die es keine neue Truhenorgel in der Gemeinde geben würde. Dr. Irmhild Capelle überbrachte im Namen der Kantorei Glückwünsche für den Kirchenmusikdirektor. Sie lobte seine wohldurchdachte Programmgestaltung in all den Jahren.

Geweke bedankte sich für den Titel, den er nicht als Auszeichnung seiner Person betrachte, sondern Folge ausgezeichneter Teamarbeit sei und auch all jenen gelte, die ihm jahrelang treu zur Seite standen und die Kirchenmusik erst ermöglicht hätten.

12.10.2017

Alavanyo lädt ein

Europäischer Weltladentag am Samstag, 12. Mai

Detmold. Die ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft des Eine-Welt-Ladens Alavanyo in Detmold lädt zum Weltladentag am Samstag, 12. Mai, von 9.30 bis 13 Uhr in die Bruchstraße 2 a (hinter der Sparkasse am Markt) ein. Zu Gesprächen und Informationen über den Fairen Handel gibt es Kaffee, Tee und Saft.

Faire Schultüte

Kampagne zum Schulstart für fair gehandelte Produkte

Auf viele Kinder in Lippe wartet nach den Sommerferien die Einschulung, die traditionell eine bunt gefüllte Schultüte mit sich bringt. Der Kreis Lippe, die Lippische Landeskirche und der Eine-Welt-Laden Alavanyo machen darauf aufmerksam, dass die Schultüten für die „i-Dötzchen“ auch mit Produkten des Fairen Handels gefüllt werden können.


Detmold und das Warschauer Ghetto

Erinnern und Gedenken: Emotionale Momente und Begegnungen

Detmold. Was hat Detmold mit dem Warschauer Ghetto zu tun? Diese Frage stand am Anfang einer fünftägigen Gedenkreise, die die Lippische Landeskirche und die Stadt Detmold gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. aus Anlass des 75. Jahrestages der Niederschlagung des Warschauer Ghetto-Aufstandes initiierte. Die Spurensuche in Warschau führte an die Orte der Opfer und ihrer heutigen Denkmäler und Erinnerungsorte. Der Fokus richtete sich auch immer wieder auf den Täter Jürgen Stroop aus Detmold, einem der furchtbarsten Massenmörder der NS-Zeit, der in Polen als Synonym für Ermordung von 70.000 Menschen steht und damit verbunden mit der unvorstellbaren Unmenschlichkeit des deutschen Naziregimes.

Antisemitismus deutlich widersprechen

Landessuperintendent Dietmar Arends predigt im Gottesdienst in Warschau

Kreis Lippe/Warschau. Anlässlich des 75. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Ghetto hat Landessuperintendent Dietmar Arends gefordert, die Erinnerung an das, was geschehen ist, wachzuhalten. In seiner Predigt am Sonntag, 22. April, in der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau sagte Arends: „Es gibt immer wieder Stimmen – und sie werden wieder lauter bei uns – die sagen, es muss doch einmal Schluss sein mit dem Erinnern. Nein, es darf nicht Schluss sein mit dem Erinnern! Nur wenn wir uns erinnern, können wir davor bewahrt werden, dass Ähnliches wieder geschieht. Zu deutlich sehen wir in dieser Welt, wozu Menschen fähig sind. Zu deutlich sehen wir, dass Antisemitismus in Deutschland und an anderen Orten wieder um sich greift.“

Nachhaltige Solidarität mit Geflüchteten

Gottesdienst in der Reihe Profile am Sonntag, 29. April, 17 Uhr in Lage

Kreis Lippe/Lage. Unter dem Bibelwort „Verflucht, wer das Recht des Fremden beugt“ (5. Mose 27,19) kommt die Gottesdienstreihe „Profile“ am Sonntag, 29. April, um 17 Uhr in die ev.-luth. Heilig-Geist-Kirche am Sedanplatz in Lage. Gefeiert wird in diesem Profile-Gottesdienst, dass es seit 25 Jahren das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe gibt – für nachhaltige Solidarität mit Geflüchteten.

Wir müssen reden!

Talk der Religionen mit Christen, Juden und Muslimen

Detmold. Es wurde eng im Islamischen Kommunikationszentrum (Industriestraße), als Öffentlichkeitsreferent Nihat Köse zum „Talk der Religionen“ rund 100 Gäste begrüßen konnte. Unter dem Titel „Wir müssen reden!“ laden Vertreterinnen und Vertreter der drei Weltreligionen in insgesamt drei Veranstaltungen zum Gespräch in Moschee, Synagoge und Kirche ein. Auftakt war in Detmold in der Moschee im Islamischen Kommunikationszentrum. Christen, Juden und Muslime saßen zusammen am runden Tisch und sprachen über ihren Glauben, das Leben ihrer Gemeinden und aktuelle Sorgen. Das Publikum war zur Beteiligung eingeladen.

Aktion 5000 Brote

2018 ist wieder ein Aktionsjahr für das Konfi-Projekt „5000 Brote – Konfirmand/innen backen Brot für die Welt“.

Kirchengemeinden sind eingeladen, vorzugsweise in der Zeit von Erntedank bis 1. Advent mit lokalen Bäckereien Brot zu backen, es anschließend zu verkaufen und das Geld für Projekte von Brot für die Welt zu spenden (zum Beispiel durch Verkauf nach Gottesdiensten). Im Konfi-Unterricht kann die Aktion mit verschiedenen Themenschwerpunkten wie z.B. Gerechtigkeit, biblische Geschichten rund um Brot und Nahrungsmittel oder auch Konsumverhalten verknüpft werden.
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