35 Jahre Einsatz für gerechten Handel

Eine-Welt-Laden Alavanyo tut nicht nur drei Gewinnspielsiegern etwas Gutes

Losglück: Andrea Heumann (Zweite von rechts) und Sophie Rabbow (vorne, mit ihren Kindern) gehören zu den Gewinnern. Mit ihnen freuen sich Marianne Thurner, Irmgard Rottmann und Susanne Dilschmann (von links) aus der Arbeitsgemeinschaft des Eine-Welt-Ladens Alavanyo.

Detmold. Mit einem Hoffest hatte der Eine-Welt-Laden Alavanyo im September sein 35-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei konnten die Besucher auch an einem Gewinnspiel teilnehmen. Am Freitag (6. Oktober) erhielten die Gewinner ihre Preise.




„Alles wird gut“ lautet die deutsche Übersetzung des hoffnungsvollen Wortes „Alavanyo“ aus der Sprache des Ewe-Volks. Besonders gut lief es auch für die drei Besucher, die beim Hoffest nicht nur die versteckten Holzbuchstaben mit ebendiesen Begriffen fanden und korrekt kombinierten, sondern dann auch noch Losglück hatten. An sie geht jeweils eine Kaffeetasse mit einem Geschenkgutschein in Höhe von 10 (Andrea Heumann), 20 (Sophie Rabbow) und 30 Euro (Norbert Kalwa, bei der Preisvergabe abwesend).

Gelegenheiten, die Gutscheine in hochwertige Waren umzutauschen, bieten sich im Alavanyo reichlich: Das Sortiment umfasst rund 2.000 Artikel, etwa 80 Prozent der Genuss- und Lebensmittel stammen aus ökologischem Anbau. Dazu gehört eine große Vielfalt an Kaffee- und Teesorten, aber auch Süßwaren, Gewürze und Weine. Kunsthandwerksartikel vervollständigen das Angebot in dem Fachgeschäft hinter der Sparkasse in der Bruchstraße 2a.

Jugendliche hatten den Eine-Welt-Laden 1982 in Detmold gegründet und nach der Fachschule Alavanyo in der gleichnamigen ghanaischen Stadt benannt, in der Jugendliche eine Berufsausbildung erhalten. Trägerin ist die Evangelisch-Presbyterianische Kirche Ghana, Partnerkirche der Lippischen Landeskirche.

Der Eine-Welt-Laden Alavanyo in Detmold ist heute eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der Lippischen Landeskirche, in der 20 ehrenamtlich Mitarbeitende engagiert sind. Eine von ihnen ist Irmgard Rottmann: Fairer Handel für mehr Gerechtigkeit in der Welt ist ihr ein Anliegen. Mit Dialog, Transparenz und Respekt könnten Voraussetzungen geschaffen werden, die die Existenzbedingungen in Krisenregionen deutlich verbesserten. „Menschen, die jetzt ihre Heimat als Flüchtling verlassen müssen, hätten dann vielleicht auch die Chance, sich dort einen Lebensunterhalt zu verdienen“, meint sie angesichts aktueller Herausforderungen. „Es müssen mehr Leute wissen, dass es noch einen anderen, gerechteren Weg außerhalb des Einkaufens in den Supermärkten gibt“, sagt sie.

Entsprechend nimmt auch die Bildungsarbeit mit Schulen und Gemeinden einen wichtigen Stellenwert ein. Am Mittwoch, 29. November, hält Dr. Elke Mascher ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Detmolder Erlöserkirche am Markt einen bebilderten Vortrag über ihre Arbeit in einem Krankenhaus in Nepal, das sie zweimal im Jahr für mehrere Wochen besucht. Das Missionshospital Chaurjahari ist die einzige Anlaufstation für die rund 160.000 Menschen in der umliegenden Bergregion. Weitere Projekte, die die Arbeitsgemeinschaft fördert, sind unter anderem in Ghana und Uganda.

11.10.2017

Alavanyo lädt ein

Europäischer Weltladentag am Samstag, 12. Mai

Detmold. Die ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft des Eine-Welt-Ladens Alavanyo in Detmold lädt zum Weltladentag am Samstag, 12. Mai, von 9.30 bis 13 Uhr in die Bruchstraße 2 a (hinter der Sparkasse am Markt) ein. Zu Gesprächen und Informationen über den Fairen Handel gibt es Kaffee, Tee und Saft.

Faire Schultüte

Kampagne zum Schulstart für fair gehandelte Produkte

Auf viele Kinder in Lippe wartet nach den Sommerferien die Einschulung, die traditionell eine bunt gefüllte Schultüte mit sich bringt. Der Kreis Lippe, die Lippische Landeskirche und der Eine-Welt-Laden Alavanyo machen darauf aufmerksam, dass die Schultüten für die „i-Dötzchen“ auch mit Produkten des Fairen Handels gefüllt werden können.


Detmold und das Warschauer Ghetto

Erinnern und Gedenken: Emotionale Momente und Begegnungen

Detmold. Was hat Detmold mit dem Warschauer Ghetto zu tun? Diese Frage stand am Anfang einer fünftägigen Gedenkreise, die die Lippische Landeskirche und die Stadt Detmold gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. aus Anlass des 75. Jahrestages der Niederschlagung des Warschauer Ghetto-Aufstandes initiierte. Die Spurensuche in Warschau führte an die Orte der Opfer und ihrer heutigen Denkmäler und Erinnerungsorte. Der Fokus richtete sich auch immer wieder auf den Täter Jürgen Stroop aus Detmold, einem der furchtbarsten Massenmörder der NS-Zeit, der in Polen als Synonym für Ermordung von 70.000 Menschen steht und damit verbunden mit der unvorstellbaren Unmenschlichkeit des deutschen Naziregimes.

Antisemitismus deutlich widersprechen

Landessuperintendent Dietmar Arends predigt im Gottesdienst in Warschau

Kreis Lippe/Warschau. Anlässlich des 75. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Ghetto hat Landessuperintendent Dietmar Arends gefordert, die Erinnerung an das, was geschehen ist, wachzuhalten. In seiner Predigt am Sonntag, 22. April, in der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau sagte Arends: „Es gibt immer wieder Stimmen – und sie werden wieder lauter bei uns – die sagen, es muss doch einmal Schluss sein mit dem Erinnern. Nein, es darf nicht Schluss sein mit dem Erinnern! Nur wenn wir uns erinnern, können wir davor bewahrt werden, dass Ähnliches wieder geschieht. Zu deutlich sehen wir in dieser Welt, wozu Menschen fähig sind. Zu deutlich sehen wir, dass Antisemitismus in Deutschland und an anderen Orten wieder um sich greift.“

Nachhaltige Solidarität mit Geflüchteten

Gottesdienst in der Reihe Profile am Sonntag, 29. April, 17 Uhr in Lage

Kreis Lippe/Lage. Unter dem Bibelwort „Verflucht, wer das Recht des Fremden beugt“ (5. Mose 27,19) kommt die Gottesdienstreihe „Profile“ am Sonntag, 29. April, um 17 Uhr in die ev.-luth. Heilig-Geist-Kirche am Sedanplatz in Lage. Gefeiert wird in diesem Profile-Gottesdienst, dass es seit 25 Jahren das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe gibt – für nachhaltige Solidarität mit Geflüchteten.

Wir müssen reden!

Talk der Religionen mit Christen, Juden und Muslimen

Detmold. Es wurde eng im Islamischen Kommunikationszentrum (Industriestraße), als Öffentlichkeitsreferent Nihat Köse zum „Talk der Religionen“ rund 100 Gäste begrüßen konnte. Unter dem Titel „Wir müssen reden!“ laden Vertreterinnen und Vertreter der drei Weltreligionen in insgesamt drei Veranstaltungen zum Gespräch in Moschee, Synagoge und Kirche ein. Auftakt war in Detmold in der Moschee im Islamischen Kommunikationszentrum. Christen, Juden und Muslime saßen zusammen am runden Tisch und sprachen über ihren Glauben, das Leben ihrer Gemeinden und aktuelle Sorgen. Das Publikum war zur Beteiligung eingeladen.

Aktion 5000 Brote

2018 ist wieder ein Aktionsjahr für das Konfi-Projekt „5000 Brote – Konfirmand/innen backen Brot für die Welt“.

Kirchengemeinden sind eingeladen, vorzugsweise in der Zeit von Erntedank bis 1. Advent mit lokalen Bäckereien Brot zu backen, es anschließend zu verkaufen und das Geld für Projekte von Brot für die Welt zu spenden (zum Beispiel durch Verkauf nach Gottesdiensten). Im Konfi-Unterricht kann die Aktion mit verschiedenen Themenschwerpunkten wie z.B. Gerechtigkeit, biblische Geschichten rund um Brot und Nahrungsmittel oder auch Konsumverhalten verknüpft werden.
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