Einnahmen und Ausgaben

Der landeskirchliche Haushalt

2016

 

  


Die Kirchensteuer, größter Einnahmeposten, beträgt neun Prozent der Lohn- und Einkommensteuer. Über das staatliche Einzugsverfahren gelangt die Kirchensteuer direkt an die Landeskirche. Diese zahlt dem Staat für seine Dienstleistung drei Prozent des Kirchensteueraufkommens. Eine spezielle Form der Kirchensteuer ist das besondere Kirchgeld.

Staatliche Zuwendungen/Leistungen erhält die Lippische Landeskirche z.B. für Pfarrer, die im Auftrag des Staates Religionsunterricht erteilen. Zuschüsse gibt der Staat auch für Bildungs- oder diakonische Arbeit. Kollekten, Opfer, Spenden werden zum größten Teil für Hilfszwecke verschiedenster Art weitergegeben.

Sonstige Einnahmen setzen sich zusammen aus diversen Dienstleistungsentgelten, Teilnehmerbeiträgen, Mieten,  Grundstückspachten, Zinsen u.a.

Das Haushaltsvolumen für 2015 umfasst 42,5 Millionen Euro.
Das Haushaltsvolumen für 2016 umfasst rund 43 Millionen Euro
 
Von den Kirchensteuereinnahmen (geschätztes Kirchensteueraufkommen für 2015: rund 31,5 Mio. Euro; für 2016: 32,5 Mio) behält die Landeskirche 32% zur Finanzierung ihrer Aufgaben (z.B.  Tageseinrichtungen für Kinder, Funktionspfarrer, Jugend-, Familien- und Bildungsarbeit, Diakonie, Ev. Beratungszentrum). 30% fließen in den Gemeindepfarrstellen-Haushalt. 38% werden an die einzelnen 69 Kirchengemeinden nach einem bestimmten Verteilerschlüssel weitergeleitet.
Neben den Ausgaben für kirchengemeindlichen Aufgaben, der Bauunterhaltung, Betriebskosten usw. werden aus diesem Anteil die Küster, Gemeindesekretärinnen, Kirchenmusiker u.a. finanziert.

Die Kirche ist ein „personalintensiver Betrieb“. Seelsorge, Verkündigung und Diakonie, Arbeit mit Jugendlichen, alten Menschen und Erwachsenen – all das lässt sich nicht automatisieren.

Der Haushalt einer Kirchengemeinde 

In jeder der 69 lippischen Kirchengemeinden werden vom Kirchenvorstand Haushaltspläne beschlossen und Jahresrechnungen aufgestellt.

Umfang und Schwerpunkte dieser Haushalte unterscheiden sich nach Größe und Eigenart der einzelnen Gemeinden. In manchen nimmt die diakonische Arbeit mit bis zu drei Kindergärten einen großen Platz ein, andere pflegen besonders intensive ökumenische Kontakte, zum Beispiel nach Litauen, Ungarn, Südafrika/Togo oder Ghana, wieder andere legen viel Gewicht auf die Kirchenmusik.

Alte Kirchen sind Baudenkmäler, die meist hohe laufende Kosten verursachen. Kurz: Die typische Kirchengemeinde gibt es nicht.

 

 


Kollekten

Die Kollekte, die in jedem Gottesdienst eingesammelt wird, kommt verschiedenen Zwecken zugute. Sie werden vom landeskirchlichen Kollektenausschuss immer für ein Jahr im Kollektenplan festgelegt. An bestimmten Sonntagen gibt es auch freie Kollekten, über deren Verwendung der Kirchenvorstand jeweils vor Ort entscheidet.

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