Gemeinsam frei

Rund 800 Menschen feiern auf Detmolder Marktplatz ökumenischen Gottesdienst

Beeindruckende Kulisse: etwa 800 Menschen waren zum ökumenischen Gottesdienst und Kirchenmarkt an Pfingstmontag auf dem Detmolder Marktplatz zusammengekommen.

Detmold. Es war bunt, lebhaft und es herrschte beste Stimmung: Bei Sonnenschein hatten sechs Detmolder Kirchengemeinden – mit den Konfessionen reformiert, lutherisch, methodistisch, baptistisch und katholisch – an Pfingstmontag zu einem großen Fest auf den Marktplatz eingeladen. Rund 800 Menschen kamen vor der Kulisse der Erlöserkirche am Markt zusammen, um aus Anlass des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern, über den Glauben nachzudenken, sich über kirchliche und diakonische Angebote zu informieren, bei Essen und Trinken ins Gespräch zu kommen oder auch fair gehandelte Waren zu kaufen.

Gottesdienst und anschließender Kirchenmarkt standen unter dem Motto des Reformationsjubiläums in Lippe „gemeinsam frei“. Martin Luther und weitere Reformatoren wie Johannes Calvin und Ulrich Zwingli gehören zu denen, die wichtige Impulse für Kirche, Politik und Gesellschaft nicht nur in Deutschland gegeben haben – gegründet auf der biblischen Erkenntnis vom freien, mündigen Christenmenschen. „Gemeinsam frei“ – das haben die Kirchen an Pfingsten, dem Fest der Entsendung des Heiligen Geistes, nicht hinter Kirchenmauern, sondern für alle sichtbar mitten in der Stadt gefeiert. „Schön, dass wir als christliche Gemeinde beisammen sind“, freute sich Pfarrer Frank Erichsmeier von der evangelisch-lutherischen Gemeinde angesichts der vollbesetzten Stuhlreihen. In der Predigt nach der Lesung durch Pastor Maik Berghaus (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Baptisten) hoben Pfarrerin Stefanie Rieke-Kochsiek (evangelisch-reformierte Gemeinde Detmold-West), Pfarrer Christian Ritterbach (Katholische Gemeinde) sowie Pastor Volker Bruckart (Evangelisch-methodistische Gemeinde) die Gemeinschaft unter den christlichen Kirchen hervor. „Wir feiern gemeinsam und können mit unterschiedlichen Hintergründen und Konfessionen uns verstehen und zusammenstehen für die Freiheit“, sagte Stefanie Rieke-Kochsiek. Freiheit als von Gott ohne Leistung angenommener Mensch in einer vergötzten Leistungsgesellschaft; Freiheit für Menschen, die unterdrückt und mundtot gemacht würden; Freiheit, die im Brücken bauen und einer Kultur des Respekts sichtbar werde - so erläuterten es die Geistlichen: „Gottes Geist des Friedens wünschen wir uns heute hier auf dem Detmolder Marktplatz“, sagte Pfarrer Christian Ritterbach.

Kirchen- und Posaunenchor, gebildet als Projektchöre der beteiligten Gemeinden, unterstützten den Gottesdienst musikalisch.

Bürgermeister Rainer Heller wünschte einen guten ökumenischen Austausch und  sprach den vielen Ehrenamtlichen, die sich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren, seinen Dank aus. Der Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, Dietmar Arends, freute sich, „dass uns als Kirchen heute viel mehr verbindet, als uns trennt“.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein buntes Programm mit Luther-Musical, Konzert, Posaunenklängen und Stadtführung. Ein besonderer Dank wurde den  vielen Organisatoren und Helfern ausgesprochen, die das Fest möglich gemacht hatten, stellvertretend genannt seien Pfarrer Maik Fleck, Friederike Miketic und Arnd Schepmann.

06.06.2017

Drei Ausstellungen zum Thema Reformation

Drei Museen laden ein

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Reformationsjubiläum 2017




Lippe feiert 500 Jahre Reformation - Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und weiterführende Links zu Terminen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2017 in Lippe sowie den Film über die Lippische Landeskirche "Für Euch da".

Kirche in Lippe - auf dem Weg bis 2030

Diskussionsprozess

Die Landessynode hat im Frühjahr 2016 den Landeskirchenrat beauftragt, den Diskussionsprozess zur künftigen Gestalt der Landeskirche unter der Leitfrage „Wie muss die Lippische Landeskirche aufgestellt sein, um als eigenständige Landeskirche auch in Zukunft ihre Aufgaben gut erfüllen zu können?“ auf den Weg zu bringen.
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