Mehr Zusammenarbeit und Kommunikation

EKD-Ratsmitglied Marlehn Thieme ruft auf Pfarrkonferenz zum „geistlichen Aufbruch“ auf

Landessuperintendent Dietmar Arends konnte zur Pfarrkonferenz EKD-Ratsmitglied Marlehn Thieme als Referentin begrüßen.

Kreis Lippe/Lemgo. „Geistlicher Aufbruch“ und „diakonisches Profil“ sind Herausforderungen, derer sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und ihre Mitgliedskirchen annehmen sollten. Für die Perspektive nach dem Reformationsjubiläum 2017 benannte Marlehn Thieme, Mitglied im Rat der EKD, vor rund 100 Pfarrerinnen und Pfarrern in Lemgo Fragestellungen an kirchliches Handeln. Thieme sprach vor der Amtlichen Pfarrkonferenz der Lippischen Landeskirche, die Anfang Mai – begleitend zum Halt des Reformationstrucks auf dem Europäischen Stationenweg in Lemgo – im Schloss Brake tagte.

Für die künftige Verkündigung des Evangeliums „an alles Volk“ seien laut Thieme zum Beispiel Aufbrüche in medialer Kommunikation und überregionaler Vernetzung notwendig. Je mehr die distanzierte Kirchenverbundenheit Normalfall sei, „je individueller die Kirchenbindung ausgestaltet wird“, umso höhere Ansprüche stelle dies an die Kommunikation: „Die mittlere Verbundenheit von Kirchenmitgliedern benötigt erkennbare Präsenz und Kommunikation kirchlicher Themen im öffentlichen Raum: von den Lebenssinnfragen bis hin zum Bezug von diakonischem Handeln auf Kirche.“ Christlicher Glaube könne als Option nur dann erkennbar werden, wenn er transparent, einleuchtend und überzeugend kommuniziert werde. Eine weitere Herausforderung sieht Thieme im missionarischen Handeln: „Welche Anstrengungen können wir intensivieren, damit unsere Themen auch bei den Kon­fessions­­losen, Ausgetretenen und kaum Verbundenen fruchten?“ Hier werde die Suche nach Erfolgskonzepten zu intensivieren sein. Thieme: „Gerade für diesen Aufgabenbereich spielt aus meiner Sicht die Kirchenkreisebene eine hervorragende Rolle, weil sie Zielgruppenarbeit, Citykirchenarbeit und Kulturangebote gut organisieren kann“. Wichtig sei auch eine übergreifende Zusammenarbeit in der Verwaltung, um Gemeinden finanziell zu stärken und die Kräfte der Mitarbeitenden nicht in der Verwaltungsarbeit zu verschwenden.
Marlehn Thieme: „In einer Zeit, in der unser Land der Hoffnungsort für viele Menschen auf der Welt ist, in der Fragen von globaler und intergenerativer Gerechtigkeit sich mit ökologischen Herausforderungen verbinden, müssen wir als Kirchen, Gemeinden und Diakonien die Frage beantworten, wie wir in unserem eigenen Tun nachhaltig, ökumenisch und Kirche für andere sein wollen.“

16.05.2017

Drei Ausstellungen zum Thema Reformation

Drei Museen laden ein

Gleich drei bemerkenswerte Ausstellungen locken derzeit ins Lipperland. Ob im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo, im Lippischen Landesmuseum Detmold oder im Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo – passend zum Lutherjahr 2017 dreht sich in den drei Häusern alles um das spannende Thema Reformation.

Reformationsjubiläum 2017




Lippe feiert 500 Jahre Reformation - Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und weiterführende Links zu Terminen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2017 in Lippe sowie den Film über die Lippische Landeskirche "Für Euch da".

Kirche in Lippe - auf dem Weg bis 2030

Diskussionsprozess

Die Landessynode hat im Frühjahr 2016 den Landeskirchenrat beauftragt, den Diskussionsprozess zur künftigen Gestalt der Landeskirche unter der Leitfrage „Wie muss die Lippische Landeskirche aufgestellt sein, um als eigenständige Landeskirche auch in Zukunft ihre Aufgaben gut erfüllen zu können?“ auf den Weg zu bringen.
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