Der Regenwald beginnt am Teuto

B-WUSST-Projekt „Eine Lunge“ arbeitet lokal wie international

Natur, Klima und Menschen schützen, fair handeln und nachhaltig regional wirtschaften, das wollen (von links) Günter Puzberg, Dirk Becker und Annelen Dutzmann von der B-WUSST-Projektgruppe „Eine Lunge“.

Detmold. 9750 Kilometer liegen zwischen Detmold und dem Yasuni-Nationalpark in Ecuador. Doch die B-WUSST-Projektgruppe „Eine Lunge“ ist überzeugt: Auch in Detmold wird über die Zukunft einer der artenreichsten Regionen der Erde mit entschieden. Der Amazonas-Regenwald beginnt schon am Teuto.

Dirk Becker, Annelen Dutzmann und Günter Puzberg geht es nicht nur um den Yasuni-Nationalpark sondern um den globalen Schutz der Regenwälder. „Dazu können wir auch in Detmold beitragen. Was wir einkaufen, wie wir unsere Mobilität organisieren – so entscheiden wir mit, wie sich unser Klima entwickelt, ob seltene Arten überleben oder indigene Völker eine Zukunft haben“, bringt es Annelen Dutzmann auf den Punkt. „Sich in diesen Fragen B-WUSST zu verhalten heißt allerdings nicht, auf alles zu verzichten, was schön, lecker und ein Stück Lebensfreude ist.“
Über B-WUSST, ein Zukunftsprojekt der Peter Gläsel Stiftung für Detmold, hoffen die Gruppensprecher weitere Mitstreiter zu finden. In der B-WUSST-Woche stellt sich die Initiative am Freitag, 27. September, um 17 Uhr, in der Christuskirche vor: Dschungel- Spiele für die Kinder, der Film „Amazonien soll unser bleiben“ vom gebürtigen Detmolder Siegmund Thies für die Erwachsenen. Thies lebt seit 1993 in Südamerika. Er soll live zugeschaltet werden. Gleichzeitig werden Produkte von Lippequalität und aus dem Detmolder Eine-Welt-Laden „Alavanyo“ angeboten.
„Eine Lunge“ geht zurück auf eine Initiative von Detmolder Kirchengemeinden, der Landeskirche, Pax Christi und des Eine-Welt-Ladens mit einer Informationsveranstaltung im Januar 2013. Ihr Ziel: der Schutz des Yasuni-Nationalparks, in dem nach Erdöl gebohrt werden soll – mit unabsehbaren Folgen für den Regenwald, der dort auf rund 5.000 Quadratkilometern mehr Tier- und Pflanzenarten aufweist als ganz Nordamerika. Mit unabsehbaren Folgen auch für die Bevölkerung und das Weltklima, wie Dirk Becker betont.
Günter Puzberg blickt nach Lippe: „Der Zusammenhang von Weltklima und Überschwemmungen oder Trockenheit ist unstrittig.“ Aber entscheidend für ihn: „Wir können etwas tun. Wenn viele Menschen viele kleine Schritte machen, erreichen wir viel. Wir können Erdöl sparen, indem wir mehr Fahrrad oder Bus fahren. Wir können fair gehandelte, oder regional erzeugte Produkte mit kurzen Wegen zum Kunden kaufen. Und Fair-Kaffee, lippisches Gemüse oder Brötchen aus Getreide der Region versprechen echten Genuss. Wir können weniger Fleisch essen und keinen Biosprit tanken. Umso weniger Brandrodung für Monokulturen oder Viehherden ist in Amazonien nötig. Detmold sollte B-WUSST damit beginnen.“
Die Moderation des Abends übernimmt Sabine Hartmann, Referentin für Ökumenisches Lernen der Lippischen Landeskirche.

Infos unter  www.b-wusst-detmold.de
ursprünglicherText und Bild: © Pressebüro Wort&Co., Detmold,

ergänzt durch Heinrich Mühlenmeier (Link zur 1. Veranstaltung; Hinweis auf Moderatorin)

 

 

18.09.2013 Heinrich Mühlenmeier

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