Fracking

Hintergrundinformationen und Positionen

Unter Fracking versteht man ein Verfahren der unkonventionellen Erdgasförderung. Dabei werden kleine Erdgasbläschen, die in Gestein eingeschlossen sind, freigesetzt und das Gas gefördert. Dafür wird ein Wasser-Sand-Gemisch, das mit - teilweise giftigen - Chemikalien versetzt ist, unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Durch den Druck entstehen Risse in den Gesteinsschichten und das darin gebundene Erdgas entweicht. In den USA wird dieses Verfahren schon lange angewandt. In den letzten Jahren wurde Fracking auch in Deutschland für die Erdgasindustrie attraktiv. In NRW wurde interessierten Unternehmen eine Aufsuchungserlaubnis für insgesamt ca. 18.000 km² erteilt (ca. 50 % der Landesfläche).

Für die geplante Förderung liegen bisher jedoch keine belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse über Risiken und Folgen für Umwelt und Gesundheit vor. Die AGU befürchtet, dass die betroffenen Regionen durch das Fracking mit extremen Umweltbelastungen konfrontiert werden. Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 wurde die Kirchentagsresolution "Bewahrung der Schöpfung" verabschiedet, welche die Genehmigung des Fracking ablehnt.

Für die gesamte Fläche in Lippe liegen Bergrechtliche Genehmigungen vor.

Verschiedene kirchliche Gremien haben sich bereits zum Fracking geäußert. Diese sind dokumentiert (Sammlung im Aufbau).

Weiterführende Informationen und Arbeitshilfen zu Fracking:

Aktuelles zum Thema:

Kirchliche Umweltbeauftragte gegen jetzige Zulassung von Fracking

Hannover, 05.03.2013: Die Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirchen in Deutschland zeigen sich besorgt über den zwischen Bundesminister Dr. Rösler und Bundesminister Altmaier abgestimmten Vorschlag zur Zulassung des Fracking-Verfahrens in Deutschland. In dem Text heißt es: „Unterschiedliche unabhängige Gutachten kommen im Kern zu dem Ergebnis, dass das Verfahren unter der Voraussetzung eingesetzt werden kann, dass der Schutz des Trinkwassers gewährleistet ist und keine nachteiligen Umweltbeeinträchtigungen eintreten.“

 

23.03.2013 Heinrich Mühlenmeier

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