Abiturienten an Religion interessiert
Jährlich 130 Religions-Abiturprüfungen in Lippe
„Die vorliegenden Abiturszahlen in Religion weisen auf die Qualität des Religi-onsunterrichts und das Interesse der Abiturienten hin, lassen aber andererseits den Schluss zu, dass es in Lippe Schulen gibt, in denen Schülerinnen und Schülern der Weg zur Abiturprüfung in Religion verbaut scheint, interpretierte der Schulreferent der Landeskirche, Landespfarrer Günter Puzberg, das Umfrageer-gebnis. „Schulen, in denen mehrfach kein Abitur in Religion stattfand bzw. dieses durch die Kursgestaltung gar nicht erst ermöglicht wurde, werden in einem zweiten Durchgang jetzt daraufhin direkt befragt werden. Es muss an jeder Schule in Lippe möglich sein, Religion als eins der Prüfungsfächer im Abitur zu wählen.“
Man dürfe sich, so der Schulreferent, nicht vorstellen, dass eine gute Abiturnote in Religion leicht zu erringen sei. Denn für dieses Unterrichtsfach gelten diesel-ben strengen Anforderungen und Benotungskriterien wie für alle anderen Fächer auch. Eine hohe Punktzahl setze Interesse und Leistungsbereitschaft seitens der Schülerinnen und Schüler und einen qualitativ gelungenen Fachunterricht voraus. In wenigen Jahren werde der Religionsunterricht ebenso ein Teil des Zentralabiturs sein wie die übrigen Fächer. Der immer wieder anzutreffende Ausfall des Religionsunterrichts in der Mittelstufe der weiterführenden Schulen wirke sich schon jetzt negativ auf die Abiturvoraussetzungen aus. Hier seien nicht nur die Lehrer und Schulen gefordert, sondern auch die Schüler und ihre Eltern.
13.01.2006
